Tour Brandenburg
Die Hinfahrt von Tübingen nach Brandenburg an der Havel klappte reibungslos. Einzig die Fahrt im City Nightline war anfangs doch recht spannend in Anbetracht des fehlenden Radabteils, weshalb dort dann ALLE Räder die Plätze sowohl in den Gängen als auch in den einzelnen Abteilen oder sogar im Bett ;-) belegten. Unsere beiden Räder jedenfalls hatten ein jedenfalls ein Luxusabteil nur für sich und einem kleinen Kinderrad. Wir vergnügten uns im 6er Schlafabteil mit einer ratternden und auf Sturm eingestellten Lüftung. Ohrstöpsel sei Dank bekam ich kaum etwas davon mit. Entgegen unseren Erwartungen haben wir aber tatsächlich ganz gut geschlafen und sind gut in Berlin angekommen. Die Weiterfahrt nach Brandenburg a. d. Havel verlief problemlos, so dass wir dann auch sofort starten konnten ...
Brandenburg – Rathenow – Semlin (76 km) - einrollen
Frühmorgens gegen 8:15 Uhr kamen wir in Brandenburg a. d. Havel an. Irgendwie machten die ersten Meter mit dem Rad keinen sonderlich vertrauenserweckenden Eindruck. Hinter uns der marode aussehende Bahnhof, vor uns ein riesiger Plattenbau. Oje. Willkommen im Osten der Republik. (By the way: exakt dieser Bau sollte an unserem Abreisetag abgerissen werden!) Das ausgestorben wirkende Brandenburg (es war Sonntag und dann auch noch früh morgens) haben wir uns dann nur kurz vom Fahrrad aus angeschaut, schließlich wollten wir heute noch ein wenig voran kommen. Ein Frühstück war nicht möglich, da (noch) nichts offen hatte.
Überfahrt mit der Fähre Von hier aus sind wir bei immer heißer werdendem Wetter über eine wenig befahrene Straße nach Havelsee und weiter nach Pritzerbe gefahren. Hier gab's dann auch unsere erste Pause in einem sehr schönen Biergarten. Dort haben wir der freundlichen Bedienung erklärt, dass wir gerne ein "saures Radler" trinken würden. Die erste hier oben im Osten, die nicht verstehen konnte, dass man das bei uns recht gerne trinkt. Ok, wir beide mit unserem "sauren", also mineralwassergepanschtem Bier sind schon Exoten, "normales" Radler kennt man ja schon ;-)Vom Biergarten aus erreichten wir just in time eine Havelfähre, die 2 min. später abfuhr! Weiter gings nach Jerchel und dann über eine wenig befahrene Straße nach Milow, bis wir schließlich Premnitz erreichten.
Resumee der ersten Etappe: Landschaftlich sehr schöne Wege mit sehr guter Qualität. Leider lässt die Beschilderung noch einiges zu Wünschen übrig. Bei schlechter Beschilderung hat uns dann aber bisher (fast) immer der Bikelineführer geholfen.
Anakrusis' Übernachtungsbewertung
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