5. Etappe 20.08.2009 Rheinsberg – Templin (74 km) Bei wahnsinnig heißem Wetter machten wir uns heute auf in Richtung Uckermark. Zum Glück verlief unser Weg die meiste Zeit durch den schönen brandenburgischen Wald. Direkt ab Rheinsberg hatten wir dann angenehmen Schatten von Stechlin bis nach Fürstenberg. Hier hat uns der mittlerweile ungewohnte, weil sonst eigentlich auf der Tour Brandenburg kaum vorhandene - Verkehr so genervt, dass wir nur kurz die städtische Kirche von außen bewundert haben und dann direkt auf unserem Weg weiter gefahren sind. Uns war allerdings nicht bewusst, dass direkt neben Fürstenberg das KZ Ravensbrück liegt.  Da man leider bei solchen Gedenkstätten nie die Möglichkeit hat die Fahrräder sicher unterzustellen, haben wir die Gebäude jeder für sich besucht, was jedoch nicht zu empfehlen ist. Bei diesen Horrorszenarien hatte bei jedem Zimmer, in das ich trat das dringende Bedürfnis an Ort und Stelle darüber zu reden! Danach war unser Redebedürfnis jedenfalls auf höchstem Level angelangt. | Nach Ravensbrück ging es dann weiter nach Himmelspfort, welches den Namen dem ehemaligen Kloster zu verdanken hat. Eigentlich auch der Hammer .... auf der einen Seite liegt ein KZ, einige Kilometer weiter kommt man in das "himmlische" Himmelpfort! Immer noch aufgewühlt von unserem vorigen Besuch hatten wir jedoch auf eine ausgiebige Dorfbesichtigung wenig Lust. Wir fuhren also weiter - über Lychen bis zu unserer Tagesetappe nach Templin. Hier haben wir im Hotel „Marktseenperle“ ein sehr nobles Zimmer für immerhin 83 € gefunden.  Der Stadtrundgang fiel ein wenig kürzer aus, da uns die Hitze an diesem Tag doch sehr zu schaffen gemacht hat und wir das nach der Ankunft in Templin erst so richtig bemerkten. Gott sei Dank habe ich im hiesigen Fahrradgeschäft das Ersatzteil für meinen Pletscher Ständer gefunden. Dieser hat entweder wegen der Hitze – oder einfach so nachgegeben und wollte mit Gepäck nicht mehr stehen. Bei einem kleinen Italiener haben wir in einem sehr lauschigen Innenhof leckere Nudeln gegessen und haben dann im hoteleigenen Biergarten noch ein überteuertes Bier getrunken. In der Hoffnung, dass uns der morgige Tag nicht durch das Wetter verhagelt wird, werden wir den heutigen – immer noch heißen Tag – beschließen. | Anakrusis' Übernachtungsbewertung | Bewertung | 1 (dürftig) bis 10 Punkte (erstklassig)
| | Zimmer | 9 Punkte (Appartement)
| | Radunterbringung | 5 Punkte (am Waschraum im Gebäude, nicht abgeschlossen!)
| | Frühstück | 10 Punkte | | Sonstiges | Personal war nicht dem selbst auferlegtem Ambiente entsprechend (Tracht und Turnschuhe bzw. Tracht und dreckige Crocs, aufgesetzte Freundlichkeit) - wir fühlten uns als Radler nicht sehr willkommen | | Hotel/Pension | Hotelpension Mühlenseeperle | Preis DZ/Frühstück
| 83 Euro (extra teuer wegen 1 Übernachtung?) |
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