Serra de Tramuntana - Mallorca zur Zeit der Mandelblüte 2002
Im Orangen- und Zitronental von Sollér 13.02.02 - der erste Besuch auf Mallorca... |  Die Ankunft um 9:20 Uhr in Palma de Mallorca lässt noch nichts Gutes erahnen, war es doch recht diesig und auch nicht allzu warm, als wir draussen nach langer Gangstrecke im Flughafen ankommen und uns nach einem Bus Richtung Palma umsehen. Unsere Reise beginnt dann doch sehr viel versprechend, nachdem wir gleich mit dem ersten Bus "richtig" zur Fahrt nach Palma sitzen. In Palma suchen wir unsere erste Anlaufstelle auf - die Tourist-Information, an der wir uns auch gleich mit einem Stadtplan bewaffnen und uns auf die erste Erkundungstour begeben. Seltsamerweise haben wir beide irgendwie keine richtige grosse Lust, hier in der "Gross-Stadt" etwas zu unternehmen. Einen kurzen Blick erhaschen wir dann aber doch auf eine kulturelle Sehenswürdigkeit - auf die Kathedrale La Seu. In einem kleinen Café bei der Kathedrale tranken wir unseren allerersten Café con Leche, den wir hier beim ersten Schluck schon lieben lernten! | Kurze Zeit später finden wir uns dann auf dem Bahnhof (besser: Höflein!) ein, um mit dem "Roten Blitz", dem hier erstmalig 1912 gestarteten Zug die Strecke von Palma nach Sollér zu fahren, vorbei an knall-orangenen Apfelsinen- und quietschgelben Zitronenbäumen, welche uns hier in einer wahren Farbenpracht empfingen. Danach machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft für die erste Nacht. Diese Suche war zuerst nicht sonderlich von Erfolg gekrönt, weil uns die pikierte Dame in dem Tourist-Info-Bus von Sollér zwar einen Kringel auf die Sollér-Stadtkarte malte, uns jedoch keinen Namen des Hostals dazu schrieb. Aber wir fanden unsere erste Übernachtungsmöglichkeit im Hostal Nadal dann doch. (leider kann man die Holzvertäfelungen hier nicht richtig erkennen, aber der Zug wirkte wirklich super-antik!) Einige Minuten nach dem Start kann man dann auch schon die ersten Ausläufer der Serra de Tramuntana in der Ferne erkennen, die langsam und gemächlich immer näher kommen. Nach einer Stunde fröhlichen Zuckelns in dem Holzbähnchen kommen wir dann in Sollér an und leisten uns als erstes einen mit nur 0,2 l Inhalt und mit 2 € auch schweineteuren, aber sehr leckeren, frischgepressten Orangensaft, den wir mit Genuss trinken |
14.02.02 Auf dem Pilgerpfad Cami des Barranc von Sollér nach Tossals Verds
Unsere heutige (und erste) Mammut-Tour beginnt um ca. 10 Uhr in Sóller und führt uns entlang des mächtigen Massivs der Serra de Alfabia durch eine mit Apfelsinen- und Zitronenbäumen gesäumte Wegstrecke hinauf zu dem kleinen schnuckeligen Dörfchen Biniaraix.
Hier hätten wir laut unserem Reiseführer einen sehenswerten Marienaltar in der Kirche bestaunen können, wenn diese denn nur offen gewesen wäre. Einige Meter höher konnten wir dann aber noch ein ehemaliges Waschhaus bestaunen, in dem die Frauen noch bis vor wenigen Jahren ihre Wäsche gewaschen haben. Die schräg nach innen gerichteten Steinquader waren von dieser Arbeit schon leicht blank gewetzt. Wie viel an Wäsche dort wohl schon darüber hinweg gewetzt wurde? Dann endlich begann aber auch der ehemalige Pilgerpfad Cami d'es Barranc, der noch ein wenig beschwerlich zu begehen war, weil der Morgennebel die Steine rutschig machte. Man muss sich also nicht nur darauf konzentrieren, nicht daneben zu treten, sondern auch darauf, nicht wieder rückwärts zu fallen. Wir kommen vorbei an weiss und rosa blühenden Mandelbäumen und an den ersten Trockenmauern. (Tancas) Diese Bauart wird heute auf Mallorca wieder an einer dafür eingerichteten Schule unterrichtet. Trockenmauer deshalb, weil diese Mauern ohne Mörtel oder sonstigen "künstlichen" Baustoff zusammen halten (oder auch nicht so ganz wie uns unsere weiteren Touren des öfteren gezeigt haben...) Nach etwa 2 Stunden gemächlichem Höhenanstieg schauen wir immer wieder fasziniert nach unten in denTalkessel von Sóller und auf die schönen, fremdartigen Pflanzen und legen dann unsere erste Rast für heute ein. Wir geben uns einem feudalen Vollkornbrot-Käseaufschnitt-Snack mit anschliessendem Edel-Dessert, bestehend aus Bananen- und Kokos-Schoko-Müsli-Riegel hin (Aldi!), welches in der freien Wildbahn irgendwie immer ein wenig mehr mundet als zu Hause Was dann kommt, entlockt uns ein breites Grinsen von einem Ohr zum anderen. Da wurde doch tatsächlich ein Schild angebracht, worauf stand, dass es hier gefääääährliche Stiere gibt! | So gestärkt machen wir uns dann weiter auf den Weg nach Tossals Verds. Es geht immer noch steil bergauf, mittlerweile haben wir jedoch zur Abwechslung ein wenig Waldboden unter, sowie die ersten Schafe vor und neben uns. Die Landschaft hier sieht zerklüftet aus und uns weht ein schneidender Wind um die kalten Nasen (ein Dank an meine supergute Wolfskin-Jacke!). Schade ist nur, dass wir jetzt in ein Nebelbad getaucht sind, so dass wir das Massiv nicht in vollen Zügen geniessen können. |
Eine halbe Stunde -und viele Aleppokiefern weiter- können wir endlich den Stausee Cuber sehen, er versteckt sich allerdings ein wenig im Nebel, sowie den l'Ofré, den wir heute wohl nicht anschauen werden, weil man wie bereits gesagt, einfach nur Nebel sieht. Jetzt geht es aber erstmalig auf dieser Tour wieder bergab und nach weiteren 30min. haben wir dann den Stausee erreicht. Nach einiger Zeit überqueren wir die Staumauern und machen uns auf den Weg nach Tossals Verds. Der schmale Pfad ist mit Schotter bedeckt, was den Abstieg nicht ganz so einfach macht, weil man sich äusserst vorsichtig bewegen muss, um nicht ab- bzw. auszurutschen. Mittlerweile befinden wir uns zwischen dem Massiv des Tossals Verds und der Serra de Alfabia, die sich rechts und links riesengross vor uns auftürmen. Nach einiger Zeit überqueren wir den Torrent d'Almedra, der jedoch bei unserer Überquerung kein Wasser führt. Empfangen werden wir auf der anderen Seite des Torrent von einem weissen Schafskopf-Schädelknochen. Nach einigen Abstiegsmetern auf unserem Pfad, gesäumt von kleinen und grossen Büscheln Dissgras (bei uns unter dem Begriff Pampasgras bekannt), Steineichen und Kiefern erreichen wir unseren ersten Tunnel, den es zu durchwandern gilt. Die Taschenlampen sind gezückt und wir machen uns auf in das Innere des Berges, was sich aber eher als etwas unspektakuläres entpuppt. Wieder draussen angekommen findet man immer noch Geröll, der jedoch jetzt viel feiner und deshalb auch angenehmer zu durchwandern ist. Nach dem vierten und auch letzten Tunnel, den wir auf dieser Strecke durchqueren und einem anschliessenden eher leichten Spaziergängchen erreichen wir dann auch bald ein Gatter, welches wir über eine kleine provisorische Stiege überqueren. Ein paar Meter weiter queren wir auch wieder den nicht-wasser-tragenden Torrent d'Almedrá. Die Schlucht, in der wir uns jetzt befinden ist eine wahre "Schönheit", zumal wir jetzt endlich auch wieder von ein wenig Sonne beglückt werden und die Landschaft somit doch schon sehr viel prachtvoller wirkt.Unser Weg führt uns durch skurrile Olivenhaine, die ich so witzig fand, dass ich aus einem "guck mal deeeen hier" und "ist der nicht süss"-freudvollen, infantil anmutenden Freudengeplapper schon fast nicht mehr herauskam. | Vor der Hütte suchte meine Kamera noch ein Esel-Motiv, es sollte mein "heissestes" Motiv werden.... Frisch geduscht lässt es sich jetzt nach 7stündiger Bergtour, die uns auf dem alten Pilgerpfad von Sollér nach Tossals Verds geführt hat, so richtig gut entspannen. Vor uns flackert das Feuer im Kamin des Gästeraums im Refugi Tossals Verds, ich sitze -einem wunderschönen Jazzkonzert im Hintergrund lauschend- vor dem Kamin, die Füsse zwicken und zwacken an allen Enden - und wir fühlen uns nach einer Mahlzeit aus Oliven, Brot, einer Suppe mit allen möglichen (dicken) Zutaten und einem Gläschen Bier (musste einfach sein!) für mich, sowie einem ganzen Krug roten Hauswein für Jeanette (nein, sie war ehrlich nicht betrunken!) so richtig schön geschafft. | Solch ein gemütliches Zimmerlein würde mir daheim auch voll und ganz genügen. Herrlich! Einen Tag später hier und wir hätten Pech gehabt mit der Übernachtung, weil für das Wochenende bereits alles ausgebucht war! Da waren wir wohl doch etwas mutig, zumal das Refugi Tossals Verds die einzig bewirtschaftete Berghütte in der Tramuntana ist! So aber waren wir zusammen mit einer älteren Hamburgerin, die ihren Wohnsitz nach Palma verlegt hat und die Berge liebt und deren Tochter, sowie unserem "Hausmeister und Koch" ;-)) ganz allein hier in dieser tollen Berghütte mitten in der Tramuntana. |
15.02.02 Vom Refugi Tossal Verds zum Kloster Lluc Nach einem eher minimalen Frühstück heute morgen (aus Ermangelung an richtigem Brot gab es Zwieback!)), ging es dann gegen 10 Uhr wieder los, um ein weiteres kleines Stück der Tramuntana kennen zu lernen. Unsere heutige Tour führt uns nach Lluc, was berühmt ist für sein Kloster mit der schwarzen Madonna. Diese Tour wird als eine der eindrucksvollsten und schönsten in der Serra beschrieben, was wir gerne glauben. Leider hatten wir heute das Pech -nach anfänglich herrlichem Wetter- die meiste Zeit mit Graupelschauern begleitet und umgeben von Nebel die Tour zu wandern. |  Über den Talhang entlang habem wir noch zu Anfang einen wundervollen Ausblick auf das Tossals Verds Gebirge, vor uns liegt das Gebirge des Massanella. Wir begegnen den ersten "Rotrücken-Schafen" mit Kuhglöckchen um den Hals. Rotrücken-Schafe? Ja, die hatten wir wegen ihrer Markierung so genannt. Wirklich schön sah das allerdings nicht aus. Nach dem ersten Graupelschauer war ich ein wenig irritiert, hatte ich doch eigentlich immer nur davon im Wetterbericht gehört. Dass das so irre aussieht, wie diese kleinen Kügelchen auf den Rucksack fallen und sogleich wieder von dort abprallen fand ich dann doch sehr faszinierend. Ein wenig mulmig war mir dann doch, als es plötzlich nur noch weiss auf dem Weg war. Aber durch diese Form des Eises war der Tritt darauf überhaupt nicht rutschig, so dass wir ohne weiter zu überlegen weiterzogen. Die Wetterlage wechselte in Minutenabständen von Graupel, über wolkenfreien und letztendlich dann doch wieder Wolken verhangenem Himmel. Einige Zeit später trafen wir dann auf freilaufende Esel, die mich -wie immer halt- so völlig entzückten und mit denen ich dann auch schon nach ein paar Minuten Freundschaft schloss. | Einer von den süssen fand mich dann wohl auch zum Anknabbern, er kam auf mich zu, blinzelte mich verführerisch an- und biss mir in meine schweineteure Jacke! Aaargh... Gott sei Dank war aber ausser dem lecker aussehenden und mengenmässig wirklich viel an meiner Jacke hängenden Esel-Speichels nichts verrissen, allerdings bekam das Eselchen dann einen etwas weniger verführerischen Blick von mir zurück in diese Glutaugen! Wir durchwanderten einen schönen Steineichenwald, der einen an frühere Märchengeschichten erinnerte, bis es dann wieder geballt von oben heruntergraupelte. Die verschiedenen Köhlerstellen, die es hier in der Tramuntana zuhauf gibt, liessen wir deshalb "links" liegen. Ausser einem bedeckten weissen Boden konnte man da nämlich leider nicht all zu viel erkennen. Wenig später konnten wir aber im Massanella-Massiv ein imposantes Äquadukt bestaunen, das man bei guten Wetter hätte aus näherem anschauen können. Von dieser Stelle aus hätten wir jetzt eigentlich nur eine Stunde bis zum Pass gebraucht, aus dem jedoch wegen total schlechter Sicht und unzulänglichen Wegmarkierungen über zwei Stunden wurden! Auch verliert sich der Pfad immer wieder im Gestrüpp, umher"gestreuten" Fels und Gras, so dass eine ordentliche Wegbegehung nicht möglich ist. Problematisch wird es kurz vor der Passüberquerung, als wir fast nichts mehr sehen. Wir sind nur damit beschäftigt, die Steinmännchen (Markierungen) aus zu machen, was allerdings keine einfache Aufgabe ist. Mittlerweile regnet es und die Feuchte dringt langsam aber stetig in uns ein. Einmal bleiben wir stehen, wollen uns kurz ausruhen, was wir jedoch nach 5min. wieder verwerfen, weil man hier im eisigen Wind und in angenässter Kleidung sehr schnell ins Frieren kommt. Das erste Mal drängt sich in mir der Gedanke auf, Jeanette zur Rückkehr zu bewegen. Aber - noch mal 2 Stunden im hohen Dissgras zurück? Zumal der Blick nach hinten unten auch nichts besseres verheisst als der Blick nach vorne. Aber wir müssen es bald geschafft haben. Nur - wo ist diese Trockenmauer, die uns am Pass erwarten soll? | Ich gebe uns noch 10min. Jeanette ist am Suchen, cool, über alles erhaben, ohne Angst. Ich bewundere ihre Sorgenlosigkeit! Und dann.... yeah! Wir haben es geschafft. Die Trockenmauer liegt tatsächlich vor uns und ein "ordentlicher" Weg ist jetzt auch wieder zu erkennen. Was bin ich froh darüber und mein Herz macht einen grossen Satz. | Hinter der Passhöhe geht es nun endlich wieder bergab. Wir kommen an einem Schneehaus vorbei.(hier wurde bis in die 20er Jahre Schnee bis in den Sommer hinein zur Kühlung von Speisen und Getränken aufbewahrt) Ich freue mich tierisch und bin wieder vollen Mutes darüber, dass wir es über diesen Pass geschafft haben. Ja sicher - bei guter Sicht stellt dieser nun wirklich keinerlei Problem dar, aber so "blind" war das schon ein wenig nervenaufreibend für mich. Bald erreichen wir dann auch wieder die Baumgrenze. Es ist schon herrlich anzuschauen, wie sich aus anfänglichen kleinen Grasbüschelchen wieder grösser werdende Büschel werden und man dann noch weiter unten wieder die Baumgrenze erreicht. Wir kommen an der Finca Coma Freda vorbei und fragen uns, ob wir heute für die Durchquerung des Privatgeländes eine Maut bezahlen müssen wie es auf einem Baum angeschrieben war. Aber, wer ist schon so irre und wandert bei diesen widrigen Wetterverhältnissen -ausser uns. Der Mauteintreiber lässt sich jedenfalls nicht blicken und als wir die Stiege neben dem Gatter hochsteigen wollen ist diese mit Ästen versperrt. Tssss. So hält man also hier Wanderer vom Eindringen ab. Einige Minuten später erreichen wir eine Brücke und sehen das erste Mal seit unserem Aufbruch heute morgen wieder menschliche Wesen... auf so komischen Eseln aus Draht. Dort rechts findet sich eine Tankstelle und daneben ein Restaurant. Uns wird just in diesem Augenblick bewusst, dass wir (wie immer!) mächtigen Kohldampf haben! Nichts wie rein, setzen, etwas essen und trinken. Zivilisation. Komisch eigentlich, dass man diese nach solch kurzer Zeit des einsamen Wanderns dann doch willkommen heissen kann. Leider bekommen wir noch nichts zu essen, was aber nach einem leckeren, heissen Café con Leche auch nicht mehr ganz so schlimm ist. Wir haben jetzt nur noch etwa 20min. bis zum Kloster Lluc zu gehen. Was ist das schon - nach bereits 6 Stunden Fussmarsch? | Endlich angekommen. Das Kloster sieht "einfach" aus. Es gibt hier nichts pompöses, erschlagendes, was ich als sehr angenehm empfinde. Unser Zimmer ist genau so einfach eingerichtet und wir haben sogar ein Bad mit dabei! Wunderbar. Die erste Tat... duschen. Nach einer Dusche fühlt man sich doch gleich wieder wie ein neuer Mensch. Wir erkunden dann nicht sogleich das Kloster, sondern steuern zielstrebig auf das dazu gehörende Restaurant zu. Unser Hunger nimmt mittlerweile Dimensionen an, der keinen anderen Gedanken mehr zulässt als: essen, essen, essen etc. der Abend im Kloster Lluc: Nicht schlecht, aber auch nicht sooo supertoll wie in manchen Reiseführern gelobt war unser Kloster-Abendessen. Bei Jeanette gab es Lamm, bei mir Schwertfisch. Zumindest hat es unsere Mägen gefüllt und wir fühlten uns danach wunderbar. Einige Zeit später stand dann plötzlich ein junger Mann neben unserem Tisch und fragte uns, ob er sich zu uns setzen dürfe. Wir seien ihm aufgefallen, weil wir NICHT rauchen und KEINEN Alkohol tränken. Diese Aussage hat uns doch sehr verwundert, mich aber auch ziemlich neugierig gemacht. Er ist ganz alleine hier nach Mallorca gekommen, gerade mal 22 Jahre jung. Klaro, da musste ich einfach weiterbohren, weshalb und warum. Er sei gläubiger Katholik, hätte sich mal zu einem "Medium" begeben, das ihm wohl gesagt hätte, dass er in einem früheren Leben zusammen mit einem anderen Mann als Mönch zu diesem Kloster Lluc gepilgert wäre. Und deshalb wollte er sich hier jetzt umschauen. Er war mitten im Reden, als sich ein Mann früheren Jahrgangs sich hinter meinen Stuhl stellte. Ein Schweizer aus Bern, der zusammen mit seiner Frau hier war und die Tramuntana mit dem Auto erkundete. Er hatte uns und unseren Ausführungen über unsere Touren wohl zugehört und sagte uns in seinem süssen, schwyzer Dialekt, dass wir unbedingt noch Richtung Pollenca wandern müssten. Und schon sind wir wieder mitten in einem Gespräch. Dann stehe ich bei dem Berner Urgestein am Tisch und zeige ihm in unserem Reiseführer, welche Tour wir heute unternommen hatten, da kommt eine junge Frau an den Tisch und fragt mich, ob ich keine "Klettertour" hier in der Gegend wisse. Klettertour? So richtig? So mit Seil und Karabinern? Und schon sitze ich bei Thomas und Anke am Tisch und löchere die beiden zum Thema klettern. :-) Meine Güte, was ist dieser Abend interessant und aufregend! Ich betrachte Anke's Hände, die Finger fast ohne Nägel, dicke "Hornhaut-Kissen" an den Fingerunterseiten. Ich bin völlig geplättet, "so jemanden" mal en nature zu sehen. Es gibt wirklich noch vieles, das ich bewundere. Sie zeigt mir ihren Mallorca-Katalog mit den div. Schwierigkeitsgraden. Und dann gab es noch eine Menge neuer, fremder Wörter für mich wie " Riegel", "vorsteigen", "bb". Welche Felsen Morgensonne haben, welche Abendsonne usw. usw. wir beschliessen, morgen früh gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Gefrühstückt wird sowohl bei den beiden als auch bei uns am nächsten morgen im Zimmer. Aber einen Café con Leche können wir ja leider noch nicht zaubern, weshalb das ein MUSS morgen früh sein wird. Oje, ich habe ganz Wolfgang, unseren netten jungen Mann vergessen, der sich zwischenzeitlich schon ins Bett verabschiedet hat. | Aber vielleicht sehen wir ihn dann morgen früh noch mal in der Messe, der Knabenchor des Klosters ist ganz berühmt und wir möchten uns dieses Highlight nicht entgehen lassen. | Vor unserem gemeinsamen Kaffee machen wir noch eine kleine Klosterrunde, gehen in die Kirche und bestaunten die schwarze Madonna, die den kleinen Jungen Lluc (dem Namensgeber des Klosters) auf dem Arm hat. Dann steigen wir eine Aussentreppe hoch und schauen uns die Sonnenuhr an, auf der man mangels Sonne leider noch nicht so viel erkennen kann. Danach machen wir uns auf den Weg zu dem kleinen Klosterladen, kaufen noch ein Baguette und diverse andere Köstlichkeiten für den Tag, um uns dann zu unserem wohlverdienten Morgen-Nass draussen mit den beiden Kletterern zu setzen. Um 11 Uhr wurde es dann Zeit für den Kirchengang. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt, wir bekommen nur noch einen Stehplatz gaaanz hinten, was aber völlig in Ordnung ist. So musste ich meinen zurechtgemachten Rucksack auch nicht mehr "ausziehen" (ja, ok. Ich habe mich da wohl nicht ordentlich, sprich: Kirchengerecht verhalten). Die Knaben sangen wirklich nicht schlecht, aber so richtig vom Hocker gehauen hat es mich dann auch nicht. |
Samstag, 16.02.02Vom Kloster Lluc nach Valldemossa Die Serpentinenfahrt Lluc - Valldemossa (Leider) Ohne Bilder (Prä-Digicam-Zeiten!) dieser Tag war nur ein "Busfahrtag" Endlich (ab)liegen. Ich habe drei schreckliche Stunden hinter mir. Die Fahrt von Lluc bis nach Palma führte erst einmal eine halbe Stunde die Serpentinen hinunter. Bisher haben mir "solche" Fahrten eigentlich nicht so viel ausgemacht, aber dem Fahrer schien es wahnsinnig viel zu geben, die Strasse richtiggehend mit seinem Bus hinunterzujagen und den Autofahrern sowie Radlern einen heftigen Adrenalinschock zu versetzen. Und dann genoss er es auch noch, dabei zuzuschauen, wie seine Fahrgäste von den hinteren Plätzen auf die vorderen wechseln und dabei grün im Gesicht anliefen!!! Dabei sagte mir Jeanette noch laut zu sich: "Hoffentlich wird mir nicht schlecht" (also ihr!). Gesagt, getan. Es traf jedoch nicht sie, nein, ich habe die Arme weit aufgemacht und dieses deprimierende, magenüberlaufende Gefühl empfangen. Ja Danke. | Und dann war diese herrliche Aussicht auf das Gebirge, die Kiefern, Steineichen und Steinmauern plötzlich im Hintergrund. Vordergründig wurde meine ganze Konzentration jetzt darauf gelenkt, mich damit zu befassen, dass ich diesen Bus so verlasse, wie ich ihn angetroffen habe. In Palma wollte ich mich dann in aller Ruhe auf dem Bahnhofsklo übergeben, aber angesichts des schrecklichen Zustands auf genau diesem konnte ich dann nicht mehr! Dann übergab ich mir der zweiten Lösung, ich stand bei den Zuggleisen und liess meinen Tränen freien Lauf. <sdlkjsdofijwflsdf> Hach - welche Erleichterung. Komischerweise können Männer dies ja so gar nicht nachvollziehen. Dabei tut das manchmal ja soooo gut. Dann bemerkte ich diese bleierne Müdigkeit, die sich in meinem Körper plötzlich rasend schnell ausbreitete. Seit wir hier sind habe ich keine einzige Nacht ordentlich geschlafen Dann geht es wieder weiter mit dem Bus zu dem Bergdörfchen nach Valldemossa.
Jeanette beruhigt mich, auf dieser Strecke gäbe es keine kurvigen Strassen. Ihr Wort in Gottes Ohr. Aber - sie hatte recht damit. In Valldemossa angekommen, habe ich mich auch fast sofort in diese schnuckelige Gegend mit ihren schönen ockerfarbenen und verwinkelt stehenden Häusern Aber - man "versteht" sich und bezieht sämtliche Körperextremitäten bei der Unterhaltung mit ein. Wir haben ein schnuckeliges, kleines, liebevoll eingerichtetes Zimmerchen mit einem sauberen Badezimmer bekommen. Nur - irgendwie riecht es hier nach Chlor. Aber noch ein anderes, weitaus angenehmeres Gerüchlein weht uns um die Nasen. ESSEN - HUNGER! Himmel, was haben wir schon wieder einen Hunger, unglaublich. Wir haben wohl Nachholbedarf von unseren beiden letzten Touren, die doch ein wenig an unseren Kräften gezehrt haben. Hunger. Dieses Wort wird mal wieder grösser und grösser im Kopf. Morgen wollen wir eine Mischung aus der "kleinen" und "grossen Runde" um Valldemossa begehen. Wir haben hier ein nettes Hostal gefunden, das Ca'n Mario , angenehm irgendwie, dass die Gastfamilie weder deutsch noch englisch redet. | Vor rund 100 Jahren liess der österreichische Erzherzog Ludwig Salvator ein Wegenetz im Naturpark Son Moragues mit vielen schönen Aussichtsplätzen (Miradors) anlegen, die wir uns dann anschauen wollen. Die Kartause, in der Frédéric Chopin zusammen mit George Sand gelebt haben und die sich hier in Valldemossa befindet, "schenkten" wir uns jedoch. Wir haben einfach keine Lust, dafür 9 € pro Näslein zu bezahlen. Ausserdem - es regnet ja nicht, was eine "Innenansicht" rechtfertigen könnte. | Dieser "kleine" Rundwanderweg führt über das Refugi d'es Cairats hoch hinauf zum Teix (1064m), zum Puig d'es Pou bis zum Pla d'es Pouet zurück nach Valldemossa. Gerade kommen wir vom Abendessen. Hm - bin ein wenig hin- und hergerissen, weil ich die Einwohner Valldemossa's als wenig freundlich empfinde. Kommt das von den vielen Touri's hier? <grübel> Bei Jeanette gab es Brot-Kohlsuppe (ich habe mich mit einem Kommentar seeehr zurückgehalten), habe dann zuerst mal Oliven mit Brot genossen und dann eine Meeresfrüchte-Pizza. Keinen Kommentar dazu jetzt bitte! (Ja, sie hat NICHT geschmeckt) Jetzt befinden wir uns gerade auf Ameisenjagd, eine Tätigkeit, auf die ich zumindest in einem "richtigen" Zimmer hätte gut und gerne verzichten können. Mittlerweile laufen ganze Strassen hier durch das Zimmer, was mich richtiggehend sauer macht und auch ziemlich anekelt. |
17.02.02"Auf dem verlorenen Weg" – Höllentour na Sa Foradada
Bis heute dachte ich, dass wir unsere schwersten Touren bereits zu Anfang unseres Urlaubs gewandert sind. Über die heutige Tour stand in beiden Wanderführern auch nur, dass es zum Teil weglos über Felsen und Geröllhalden geht, der ursprüngliche Weg durch Bergrutsche teilweise verschüttet ist und dass Trittsicherheit Voraussetzung sei. Des weiteren dauere diese (Tor)Tour HIN + ZURÜCK 3 Stunden!!! Also beim besten Willen, wir sind beide geschockt ob diesen Angaben, zumal die sonstigen Touren bisher sehr gut und was die Gehzeiten anging auch ziemlich genau waren. Aber, alles von vorne. Schade, dieses Hostal Ca'n Mario ist mir trotz vortäglicher Ameisen-Invasion ans Herz gewachsen. Wenn auch der bröselige Teppichboden bestimmt über 1000 Ameisenleichen beherbergt, so ist die Einrichtung doch eine sehr liebevolle. Und das Bett ist herrlich bequem. Wir standen relativ spät auf, es war schon gegen 8:30 Uhr, gegen 9 Uhr nahmen wir dann unser letztes Frühstück in Valldemossa ein. Draussen musste ich noch unbedingt ein paar Bilder von den -an wirklich allen Häusern hängenden Blumentöpfen- machen, die mit ihren unterschiedlichen Pflänzlein so klasse aussahen. Danach machten wir uns dann auf den Weg zum Port de Valldemossa, der uns die Serpentinen hinunter führte. Überall dort sahen wir den "Kleinen Aronstab", der wie ein Orchideengewächs aussieht.. Eine ¾ Stunde später ging's dann am "Kilometerstein 4" nach einer gemauerten Einfahrt los. Kurze Zeit weiter kamen wir an dem Gutshof Sa Font Figuera vorbei, dann an dem ehemaligen Weingut S'Estaca. | Irgendwie hielt mich Jeanette mit ihrer Aussage "die Zinnen auf dem Haus passen da irgendwie nicht recht da hin" davon ab, die einstmals Erzherzog Ludwig Salvators gehörende und heute (was ich allerdings erst einige hundert Meter weiter nachgelesen habe!) Michael Douglas! gehörende Villa zu fotografieren, obwohl sie wirklich wunderschön anzuschauen war. <grummel> Noch befinden wir uns auf einen tollen "Sonntag-Nachmittag-Spaziergang", der nichts Böses ahnen lässt. Doch schon bald sollte es so richtig heftig zur Sache gehen. Dieses Mal machten wir schon frühzeitig eine Rast, weil uns der Baumstamm, der vor uns auf dem Weg lag, so lieb eingeladen hatte, auf seinem Rücken eine Kleinigkeit zu essen. Es gab Orangen, nein, keine geklauten! Dazu Vollkornbrötchen von gestern. Lecker. Der Pfad führte uns hinunter ans Meer, wo unsere Kletterpartie jetzt beginnen sollte. Es ging über Felsen, Stein- und Geröllfelder und abgestürzte Baumstämme. Diese zum Teil halsbrecherische Kraxelei dauerte gute zwei Stunden, mal unterbrochen von einer "Meeresbrandung-Staunen-Runde", oder dem Knutschen eines Felsens (irgendwie habe ich nicht mitbekommen, dass dieser tolle Fels noch einen kleinen Arm hatte, der mein Knie nicht ganz so sehr liebkoste, wie ich es mir evtl. gewünscht hätte. Aber mein Aufschrei ging sozusagen im Meerestosen unter) oder aber davon, dass mir meine seitlich angebrachte Flasche runterfiel. |
Diese hatte sich wenigstens nicht "nach unten" begeben, so dass ich sie holen konnte. Jeanette bot mir dann an, diese in ihrem Rucksack zu transportieren, was ich gerne annahm. Ich stand dann mit dem einen Bein auf einem Felsstück und mit dem anderen auf dem nächsten und verstaute die Flasche in den Rucksack. Das blöde war dann allerdings, nachdem dies passiert war, dass ich nach UNTEN schaute und mir so schwindlig wurde, dass ich mich schnell an einem Stein festhalten musste, um nicht abzustürzen. Tssss. Nun denn, schliesslich und endlich (von wegen) kamen wir an eine Stelle, an der Steinmännchen den Weg nach oben wiesen. Aber - konnte dies wirklich sein? Ich habe meinen Augen nicht getraut. DA sollten wir hoch??? Wo bitteschön soll man sich hier fest halten? Dies soll der Weg sein? Man MUSSTE sich richtiggehend festkrallen. An hervorstehenden Baumwurzeln und an kleinen Bäumchen! "einfach so" kam man nicht hoch, also, vorsichtiges vortasten zur nächsten Wurzeln, probieren, ob sie hält, die nächste Möglichkeit suchen, weiter. Die ersten Meter liessen sich dann eigentlich ganz gut bewältigen, dann aber ging's so richtig zur Sache. Da kommt ein Felsvorsprung, an dem es gilt, Griff"mulden" zu finden und sich daran hoch zu ziehen. Das war dann das letzte Mal, dass ich nach unten geschaut habe. In mir kam leichte Panik auf, die es galt, gleich wieder zu unterdrücken um nicht abzustürzen. | Ich bekam diese Panik vorerst tatsächlich aus dem Kopf , schliesslich galt es, vorwärts zu kommen, was auch gelang. Der Schock war jedoch gross, als wir feststellen mussten, dass es jetzt weder hinauf NOCH hinab ging (obwohl, ein Tritt hätte genügt!), so dass wir uns auf der bisher geschafften Höhe weiterbewegten, bis wir an ein Geröllfeld kamen und ich nur noch hinunter wollte. Auf dieser Strecke bis hierher hatten bereits zwei Ziegen (die ja bekanntlich Kletterkünstler sind) ihr Leben gelassen, was wir an herumliegenden Knochen ausmachen konnten. Jeanette stieg dann vor (rückwärts) und brach mit einem Fuss weg - und fiel! Ich konnte mich in diesem Augenblick kaum unter Kontrolle bringen und zitterte am ganzen Körper. Aber sie hatte sich gleich wieder gefangen! Dann - nach beruhigenden Worten von ihr, passierte etwas schreckliches - wie in Zeitlupe. Ich versuchte mich an einem Stein festzuhalten, dieser brach ab und dann nahm ich war, wie ich gaaanz langsam rückwärts zu fallen begann! Jeanette drückte mein Schienbein geistesgegenwärtig zurück an die Wand, so dass ich mich auch wieder fing. Meine 13kg Rucksackgepäck hatte ich wohl nicht richtig eingeschätzt. Das war ein sehr schlimmer Augenblick für mich. Pffff... aber es ging weiter und wir schafften es wieder über die Felsen hinweg vorzusteigen. Irgendwann dann (zeitlich hatte ich keinen Anhaltspunkt mehr) hatten wir es dann aber geschafft und wir fanden dann auch den richtigen Pfad nach oben. Nun konnte auch wieder der Ausblick auf Sa Foradada mit seinem genialen "Felsdurchbruch" genossen werden. Auf diesem Geröllpfad stiegen wir dann langsam wieder die Serpentinen hoch. Jeanettchen, die in brenzligen Situationen bisher immer ganz cool blieb und nie die Nerven verlor, war nun aber deutlich anzumerken, dass ihre Kräfte nachliessen und sie ein wenig damit haushalten musste. Mir ging es kräftetechnisch wunderbar (dem Krafttraining sei Dank), nur emotional spürte ich meine grosse Angst die ich heute schon 2x hatte jetzt richtig bewusst. Gegen 16:30 Uhr hatten wir es dann bis zum Herrenhaus Son Marroig geschafft. | Dieser letzte Abschnitt war jedoch wieder so richtig was für mich. Da sah man pittoreske Olivenbäumchen , mitten darin ein Schafherde mit kleinen Lämmern, meine Lieblingsbüsche von denen ich bis heute den Namen nicht weiss(!), die sich hier an diesem Streckenabschnitt zwischen Valldemossa und Deia um einiges grösser wachsen als in den Bergen und dann war da noch dieser faszinierend anzuschauende Fels , der so zerklüftet und auseinander gerissen aussah wie ein aufgegangener Hefeteig! Und dazu leuchtete alles noch herrlich in allen erdenklichen Erdtönen. Wunderbar.
19.02.02 Gemütliche Wanderung von Sollér nach Deia Unsere letzte (und landschaftlich allerschönste) Tour beginnt ausserhalb des Zentrums von Sollér an einer Tankstelle und führt uns über Orangen- und Zitronenplantagen hinauf an einem wunderschönen und riesengrossen Feigenkaktus, der sich hinter einer Hecke befindet vorbei. Warum auch immer ich DEN nicht fotografiert habe <haarerauf> Es geht steil bergauf, wir haben heute endlich wieder einmal Sonne im Rücken, die uns schon so gut wärmt, dass wir unsere äusseren Schichten erst einmal ablegen und hemdsärmelig weitergehen. | Beim Zurückschauen hat man einen herrlichen Blick auf den Talkessel von Sollér. Dieser Teil hier wird auch S'Horta (der Garten) genannt. Weiter geht es den Cami d'es Rost, durch Olivenhaine hindurch bis wir dann einige Zeit später an der Finca San Mico stehen. Diese Aussicht verlangte förmlich danach, aufgesaugt zu werden. Es geht weiter durch einen verwunschenen Märchenwald mit zum Teil neuen Pflanzen, die ich noch nicht gesehen habe. Wir rasteten auf einem Felsen, ein wenig entfernt von dem "Silberhaar-Völkchen", das sich gerade an der Bucht einfand, aber wohl nicht zu uns herüber klettern wird. Es gibt leckeren Gouda mit Vollkornbrot, Jeanette schälte uns eine Mega-Orange (der helle Wahnsinn! Einen wundervollen Geschmack haben die) und dann liessen wir uns ein wenig von der Sonne verwöhnen, die es bis dahin ja nicht sonderlich gut mit uns meinte. Ein faszinierendes Schauspiel spielte sich vor unseren Augen beim Anblick auf die Brandung ab. Die Wellen schlugen an die Seite der Felsen und wanderten dabei seitlich weiter nach vorne, so dass man meinen konnte, aus dem Felsen fliessen kleine Wasserfälle ab ins Meer. Und diese leuchtenden Türkistöne, die man ausmachen kann. Wir können uns gar nicht genug daran satt sehen. | | Etwa eine ¾ Stunde später befinden wir uns dann aber auch schon wieder auf dem Weg hinauf nach Deia. Wir sind bisher 4 Stunden unterwegs, zurück sollte es dann aber mit dem Bus gehen. Und schon wieder sieht man überall Silberhaar-Geschwader (nein, das soll nicht negativ klingen, aber jetzt wissen wir, wo ALLE älteren Leute im Winter sind). | 20.02.07.... Rückflug Die Zugfahrt mit dem Roten Blitz war auch dieses Mal wieder wunderbar, obwohl wir beide das Gefühl hatten, wir seien bei der Hinfahrt nicht durch so viele Tunnels gefahren. In Palma angekommen, suchen wir nach unserer Linie, die uns zum Flughafen bringen soll.
Wir haben noch 1 ½ Std. Zeit hier, die wir nützen, uns unseren wirklich letzten Café zu trinken. n der Condor bekommen wir einen Zweier-Platz am Notausgang. PRIMA! Hier kann man die Beine kerzengerade ausstrecken. Tut das gut. Und die nette Stewardess macht auch noch ein Bildchen von uns, das ich mir gewünscht habe. Unser letztes Frühstück im Café Sollér geniessen wir bei leckerem Orangensaft, Schinken, Ei, Vollkorn- und Baguettebrot und unserem vorletzten Café con Leche - in aller Ruhe. |
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