12. Etappe: Luckenwalde - Startpunkt Brandenburg an der Havel (108 km)
Zur heutigen Etappe gibt es nur zu sagen, dass wir diese einfach nur stramm durchgefahren sind, das letzte Stück der Strecke auf einer Bundesstraße. Und zwar AUF dieser! Wenn auch nur für ca. 2 km - das war die absolute Horrorfahrt! Dieses letzte Stück fuhren wir in Richtung Brandenburg, links neben der B verlief der Radweg. Und plötzlich .... hörte dieser einfach auf, eine Markierung von der Straße weg in diesen Radweg erfolgte von der selben Seite, soll heißen: Wir mussten irgendwie auf die andere Straßenseite kommen! Das Problem dabei war nur, dass die Straße mehr als VOLL war. Herrje, was ist denen bloß da eingefallen? So etwas können nur Leute planen, die keinen Plan vom Radfahren haben - und sich eben diese am liebsten UNTER einem Auto sehen
Toll war jedenfalls, dass so viel los war an diesem Abend. Das lag aber vor allem auch daran, weil eine riesige "Shopping-Mall" in der Stadt neu aufgemacht hatte. Den Abend ließen wir in der wohl besten Eisdiele der Stadt ausklingen. Wir kamen bei soviel um uns herum servierten Eisbecher gar nicht mehr aus dem Staunen heraus.
Anakrusis' Übernachtungsbewertung |
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| Bewertung | 1 (dürftig) bis 10 Punkte (erstklassig) |
| Zimmer | 9 Punkte (nostalgisches, sehr nettes Ambiente) |
| Radunterbringung | 10 Punkte |
| Frühstück | 10 Punkte (liebevoll hergerichtet mit netten Kleinigkeiten, wunderschöner Frühstücksraum, sehr netter Gastwirt) |
| Sonstiges | liebevoll eingerichtetes Altstadtgebäude |
| Hotel/Pension | Pension am Jungfernstieg - Brandenburg an der Havel |
| Preis DZ/Frühstück | 55 Euro |
Nachlese ... Unendliche Weiten, tolle Seen, schattenspendende Wälder, wunderbare Flora, tolle Steinkirchen und viel unberührte Natur ... absolutes Highlight der letzten 12 Tage ... die WAHNSINNIG GUTEN WEGE in Brandenburg! Na ja, ich freute mich (teilweise), dass der in den letzten 20 Jahren von mir einbezahlte Soli irgendwo auf diesen Strecken lag und von uns befahren werden durfte ;-)
Jetzt wäre es allerdings endlich an der Zeit, unsere Schotterpisten (gegrüßt seien alle Tübinger, die die Fürst- und/oder Eisenbahnstraße fahren MÜSSEN) einmal auf Vordermann zu bringen.
Ich schweife ab. Zur Tour ist noch zu sagen, dass sie für unseren Geschmack einfach ein klein wenig zu lange geraten ist. Nicht, weil wir nicht gerne so lange radeln, sondern weil irgendwann einfach "alles schon da war". Hört sich blöd an, aber bisherige geradelte Strecken veränderten sich alle 100 km mehr.
Etwas nervtötend war auch, dass der Bikeline-Radführer zur Tour von 2007 bereits komplett veraltet war. Teilweise gab es die Straßen nicht mehr, es wurde immer und überall noch gebaut. Es gab für Radfahrer kaum Umleitungsempfehlungen (SCHWACH!), was im Osten doch etwas problematischer war, da man auch gut mal 10-13 Kilometer fuhr, OHNE einen Ort anzutreffen. Wenn man dann nicht weiß, ob man richtig ist, weil einfach die Schilder fehlen, kann es schnell stressig werden, vor allem, wenn es schon später am Tag ist und man noch irgendwo eine Unterkunft benötigt.
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