|
Seite 3 von 6 Samstag, 11.04.2009 Neudenau – Langenburg (ca. 88 km)
Nach einer unruhigen Nacht in einem quietschenden Bett gab es ein durchschnittliches Frühstück. Die Unterkunft ist meiner Ansicht nach – auch wenn sie recht günstig ist - nur im Notfall zu empfehlen. Nicht wegen des schlichten Ambientes, sondern wegen des ständige Geruches nach Zigarettenqualm, der die Nacht nicht besser machte. Der Vortag steckte doch stärker in den Knochen als wir dachten, besser ist es wohl, es heute ruhiger angehen lassen. Nach nur gut 10 km kamen wir in das wunderschöne Städtchen „Möckmühl“. Wir waren uns einig, dass wir uns am Vortag ruhig noch die paar km mehr hätten antun können, um diese schöne Stadt zu genießen. Aber man kann sowas ja nicht ahnen – und schließlich waren wir gestern froh, überhaupt noch ein Bett zu finden. Der Weg schlängelte sich entlang der (jetzt!) Jagst durch die idyllische Landschaft bis zu unserer ersten Pause nach nur 30 km in Jagsthausen. Hier haben wie uns nach einem guten Kaffee bei einem ziemlich „komischen“ Wirt kurz das Schloss von „Götz von Berlichingen“ angeschaut. Anschließend ging es dann weiter in das Dorf „Berlichingen“, wo es allerdings nicht so viel zu Gucken gab.
Im immer enger werdenden Jagsttal sind wir weiter in Richtung „Mulfingen“ geradelt, welches wir uns für unser heutiges Etappenziel ausgesucht haben. Zuvor haben wir noch kurz in einem kleinen Biergarten mit dem netten Namen „Versteckter Winkel“ eine Pause gemacht. In Mulfingen war das Bett und Bike Gasthaus „Krone“ unser Ziel. Leider hat uns hier keiner hereingelassen, so dass wir trotz mangelnder Lust und schmerzendem Poppes weiterfahren mussten. In einem Teilort von Mulfingen gab es dann noch ein *** Hotel mit Namens „Jagstmühle“. Hier sollte ein Zimmer allerdings 120,00 € kosten, was nicht nur uns zu teuer war. Mit uns hat an diesem Hotel nämlich auch ein anderes radelndes Paar nach einem Zimmer gesucht. Diese beiden waren aber wirklich in einem schlechten Zustand. Die Frau musste schon bei den kleinsten Hügeln absteigen, und der Mann ließ sie einfach stehen (tsssss…) Damit wir auch bei der nächsten Gelegenheit in Langenburg nicht in die Röhre gucken mussten, habe ich zuvor beim „Gasthof zur Post“ angerufen und ein Zimmer für die Nacht reserviert. Die Fahrt nach Langenburg gestaltete sich bis „Bächlingen“ sehr schön und gemächlich. Ab Bächlingen ging es dann aber noch einmal innerhalb kürzester Zeit seeehhhr hoch hinauf. Die Steigung („Alte Steige“) war mörderisch steil und es war einfach zu heiß. Letztlich haben wir doch nach fast 90 km dem Berg Tribut zollen müssen und mussten (welch Schande!) die letzten 200 m geschoben – und auch das war schon fast zu anstrengend.
Anschließend haben wir das schöne Dörflein angeschaut und haben dann im eigenen Hotel hervorragend gegessen. Die Nachrichten verkünden für den nächsten Tag bestes Frühlingswetter! |
|||||||||||||

