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Seite 2 von 6 Freitag, 10.04.09 Schwäbisch Hall – Neudenau (108 km) Weiterfahrt nach einem guten und reichhaltigem Frühstück gegen 9:30 Uhr in Schwäbisch Hall. Das Wetter meint es sehr gut mit uns und wir genießen die herrliche Landschaft und der mäandernde Kocher und lassen es einfach mal rollen - bis uns zur Mittagszeit ein schöner Biergarten, der Bikerbahnhof Weißbach anlacht. Das war mal ein ehemaliger Bahnhof, den Sie ganz nett zum Restaurant umfunktioniert haben. Ganz groß wurde die geräucherte Forelle angepriesen. Nun ja, schließlich ist ja Karfreitag. Wir haben nur kurz überlegt, ob wir Fisch nehmen sollen. Es IST ja Karfreitag - und der Brauch besagt, dass man da kein Fleisch essen soll (warum Fisch kein Fleisch sein soll ist mir bis heute nicht klar, Tier ist Tier, oder?). Gesagt, getan. Und siehe da - welch possierliches Tierchen wir bekommen haben. Und dazu schwäbischer Kartoffelsalat (leckkkkkker!) Die nächste beeindruckende Stadt mit historischem Kern war Künzelsau. Sehr schön hergerichtet (dank Würth'scher Steuern höchstwahrscheinlich so in Topform ;-) und auch Forchtenberg (Geburtsort der Geschwister Scholl) Zwischendurch wurde der Weg für ca. 3 – 4 km zur Schotterpiste, die auch durch den Wald vor Ohrenberg führte, was bei unserem guten Weg aber kein Problem war, bei schlechtem Wetter aber schnell zu einer schlammigen Angelegenheit werden kann. Der Weg führte uns nach Ohrenberg auf einer stillgelegten Bahntrasse weiter, auf der wir – auch aufgrund des Rückenwindes – ein sehr hohes Tempo fahren konnten. Zunächst wollten wir nur bis nach Bad Friedrichshall fahren, da wir hier aber schon gegen 15:00 vorbei düsten, haben wir uns dazu entschieden noch ein bisschen weiter zu fahren. Den Entschluss haben wir dann aber schnell bereut, da wir schon bald mit ordentlichem Gegenwind und abnehmender Lust zu kämpfen hatten. Schließlich haben wir uns entschieden, einem Gasthofschild an der Strecke zu folgen, was jedoch keine gute Idee war, weil sich das Hotel als Bruchbude herausstellte. Dumm war nur, dass wir bis zu diesem heruntergekommenen Hotel noch richtig viele Höhenmeter machen mussten, bis wir es sahen. | Also wieder zurück auf den Kocher-Jagst Radweg mit mittlerweile quälendem Po (die erste Gore, die scheuert!) bis wir dann vor Neudenau ein Schild mit „Gartenwirtschaft – Fremdenzimmer“ gesehen haben. Dieses kleine Hotel hat sich als griechisches Restaurant herausgestellt. Zum Suchen hatten wir auch keine große Lust mehr, also nahmen wir das mit 50 € sehr günstige und saubere Zimmer. | Bewertung | 1 (dürftig) bis 10 Punkte (erstklassig)
| | Zimmer | 6 Punkte (nett eingerichtet, zweckmäßig)
| | Radunterbringung | 10 Punkte (abgeschlossene Garage)
| | Frühstück | 5 Punkte
| | Sonstiges | es stank grauenhaft nach Rauch, der "von unten" durch die Tür kam - und das die ganze Nacht!
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Gegessen haben wir aber nicht beim Griechen, sondern bei einem sehr guten Italiener in der Altstadt. Dieser ist wirklich zu empfehlen! Noch eine kleine Anekdote von der Fahrt, bei der wir uns nun nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben: Bei der Fahrt auf einem Feldweg fragte uns eine Frau (nacheinander!), ob wir vielleicht ein Handy für sie hätten, da sie ihren Schlüssel irgendwo auf der Wiese verloren habe. Wir verneinten beide und fuhren einfach weiter. Nach wenigen Metern hatten wir beide so ein schlechtes Gewissen und haben uns dann gefragt, weshalb wir dieser Frau nicht geholfen haben! Gott sei Dank sahen wir dann aber aus einiger Entfernung, dass wenigstens ein Nachfolgender Mountainbiker der Frau die Hilfe nicht versagt hatte! Wir Trottel!
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