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Kocher-Jagst-Radweg
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Donnerstag, 09.04.09  Aalen – Schwäbisch Hall (77 km)

 

Es könnte nicht besser sein :-) schon um 8 Uhr morgens strahlt die Sonne auf zu radelnden Fahrt nach Tübingen mit uns um die Wette! Abfahrt in Tübingen um 9:00 Uhr im IRE nach Stuttgart. Einzig das hineinhieven und abstellen der Räder in das Zugabteil war eine mittlere Katastrophe, da zum einen die Bauart dieses Zuges keinen vernünftigen Transport zulässt und zum anderen die Fahrradabteile durch „normale“ Passagiere belegt waren.

Nach einer Stunde Zugfahrt kamen wir -bedingt durch das ununterbrochene Festhalten der Räder- etwas gestresst in Stuttgart an. Bahnfahren in vollen Zügen und ohne die Möglichkeit, die Räder richtig hinzustellen ist einfach grausig. Nun denn, nach der Ankunft hatten wir noch jede Menge Zeit, unseren Zug zu suchen. Ein Kopfbahnhof ist klasse!

Zugfahrt

Der Weg nach Aalen war dann so, wie man ihn sich als Radreisender mit Gepäck vorstellt. Viel Platz und dazu noch ein supernetter und hilfsbereiter Schaffner, der uns dann noch mit Hilfe unserer Kamera fotografierte.Wenn doch nur jede Fahrt mit dem Zug so toll funktionieren würde!

 

Nach der Ankunft in Aalen ging es endlich los. Nach kurzer Zeit haben wir den Kocher-Jagst Radweg gefunden und sind ihn direkt die richtige Richtung (also den Kocher hoch) gefahren. Der erste Teil der Strecke war recht angenehm zu radeln, wobei doch ein größerer Teil der Strecke an der B19 entlang führt.

Umso schöner waren dann die Eindrücke, als es von der Straße weg, hinein in die schöne Landschaft ging, die so langsam den Frühling mit stark austreibenden Blättern und viel schönem Grün begrüßte. Und nicht nur die - wir freuten uns zusammen mit den Vögeln, dass der lange Winter jetzt endlich vorbei war.

In der Mittagszeit haben wir verzweifelt nach einem Biergarten gesucht, denn der Bedarf nach einem sauren Radler und einem Klo war mittlerweile doch recht groß. In Gaildorf haben wir dann endlich ein schönes kleines Kaffee gefunden (Café am Schloss, leider ohne Web-Adresse) und haben da dann eine leckere und reichhaltige Suppe und unser ersehntes Radler zu uns genommen

Nach der Pause hat sich der Weg dann grundlegend verändert. Plötzlich ging es nicht mehr nur am Fluss entlang sondern der Weg hat sich ins hügelige Umland verzweigt. Hier war die Landschaft noch schöner anzuschauen als zuvor, dafür war die Fahrt für die nächsten 15 km aber auch recht anstrengend.

Am Ende unserer ersten Etappe fanden wir ein Hotel, das „Sölch“, 15min. zur Stadtmitte von Schwäbisch Hall gelegen.

Der Empfang war hier sehr herzlich (zur Begrüßung bekamen wir je eine Apfelschorle und ein Stadtplan mit entsprechender Erklärung und Tipps zu Schwäbisch Hall!). Das Zimmer entspricht mit den 72 € voll dem qualitativen Durchschnitt, den wir bisher kennen gelernt haben.

Nach einer ausgiebigen Dusche haben wir noch schnell unseren Getränkevorrat im nahe gelegenem Supermarkt aufgefüllt und haben uns anschließend in die Altstadt von Schwäbisch Hall aufgemacht, die wir uns in aller Ruhe anschauten. Im Restaurant Löwen direkt am Kocher haben wir auf Empfehlung unseres Hotelwirtes zu Abend gegessen. Ein guter Innenarchitekt war da zugange, wir waren sehr angetan von dem "Inneren", welches durch seine Frische nicht so recht zum Äußeren als auch zur typisch schwäbischen Speisekarte passte. Das Essen war ganz gut.

 


 Übernachtung im Hotel Sölch in Schwäbisch Hall

Bewertung
1 (dürftig) bis 10 (erstklassig)
Zimmer
 8
 Radunterbringung 8 (im Garten, überdacht)
 Frühstück 9
 Sonstiges tolle Begrüßung mit einem großen Apfelschorle!

Am Rande gibt es noch eine kleine Anekdote:

Neben uns am Tisch saß eine junge Familie bestehend aus Vater, Mutter und einer ca. 2 ½ jährigen Tochter. Nachdem die Kleine anfing ein bisschen herumzulärmen – nicht schlimm, sondern meiner Meinung nach einfach nur altersentsprechend – sagte der Vater folgenden, ernst gemeinten Spruch:

„ Julia – ich muss dich zur Mäßigung auffordern!“

Nachdem sich Julia nicht „mäßigen“ wollte (wie soll die Kleene das auch verstehen????) kam dann folgender Spruch: „O.K. der Spielplatzbesuch für morgen ist jetzt gestrichen.“ Die Mutter sagte gar nicht dazu und die 3 gingen kurze Zeit später auch - und hinterließen uns mit einer Sauwut im Bauch! Warum? Weil wir völlig außerstande waren, DAZU etwas zu sagen. Ich hielt das Ganze zuerst für einen Spaß - SO redet(e) man vielleicht mal vor hundert Jahren mit seinem Gesinde, aber doch nicht mit dem eigenen kleinen Kind!!!! Unfassbar!