Reykjavik und Umgebung
Wir landeten abends gegen 23 Uhr auf dem Flughafen in Kevlavik - von dort ging es zur ersten Station unserer Reise auf den Campingplatz nach Reykjavik. Am nächsten Tag und nach längerem Fußmarsch ins Zentrum Reykjaviks fiel uns als erstes die völlig "spacig" anmutende Hallgrimskirkja auf, eine Kirche, die aussieht wie ein Spaceshuttle! Das muss man erst man hinbekommen.
Ein weiterer Museumsesuch, dem Freilichtmuseum in Arbaejarsafn bei Reykjavik In dem Areal sind etwa 30 historische Gebäude aus der Hauptstadt und anderen Landesteilen wieder aufgebaut. Häufig zeigen dort Handwerker im Rentenalter ihre Kunst, wie Goldschmiede, Drucker und Fischer. oder es steht einfach auch mal eine "echte" Isländerin im süß-verkitschten Warenhaus
Ich fand das sehr spannend, auch "zuhause" gibt es die schönsten Freilichtmuseen, von denen ich nur einige wenige im Süden und eines bei Detmold gesehen habe.
Der Südwesten Islands - von Reykjavík nach Vík
Auf dem Weg nach Vík fuhren wir auf der Ringstraße zwischen Hvolsvöllur und Skógar in Richtung Þórsmörk zu dem wirklich sehr beeindruckenden
Vík - der regenreichste Ort auf Island!
Vík besitzt einen der zehn schönsten Sandstrände der Welt! Nur schade, dass die Temperaturen nicht so richtig zum Baden eingeladen haben. Ein paar Hartgesottene unter uns haben das zwar gemacht, mein Ding war es jedoch nicht
mit Blick auf den südlichsten Punkt Islands: Dyrholey der schwarze Lavasandstrand von Vik, den man stundenlang langschlendern konnte (guter Outdoorjacken-Test!) Ausflug zum Jökulsárlón - dem Gletschersee am VatnajökullHier findet man ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art. Vom Vatnajökull kalbende jahrtausende alte Eisblöcke, die wunderschön türkisfarben in der Lagune schimmern. Ein wirklich traumhafter Anblick, den man sich bei einem Island-Besuch nicht entgehen lassen darf!
Skaftafell-Nationalpark im Vatnajökull-Gebiet Bekannt ist Skaftafell für sein angenehmes Kleinklima, das für sonnige Sommertage sorgt, die im Rest von Südisland nicht so häufig sind. Außerdem verfügt es über einen ausgedehnten Birkenwald, den einzigen Wald hier in Island. Ein weiterer spektakulärer Wasserfall liegt in diesem Nationalpark - der Svartifoss mit seinen vielen Basaltsäulen (leider sieht man das auf meinen Bildern nicht so deutlich durch die Diffusion der Wassertröpfchen)
Bei den Geysiren
Der Strokkur ist ein Geysir in Island. Er befindet sich neben dem nur noch selten ausbrechenden Großen Geysir (der bei unserem Besuch tatsächlich eine Fontäne ausgestoßen hat!) im Heißwassertal Haukadalur im Süden der Insel. Seine Ausbrüche erfolgen regelmäßig im Abstand von 8 bis 10 Minuten und manchmal bis zu drei mal kurz hintereinander. Die kochende Wassersäule des Strokkur erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Meter.
Der Gullfoss (güldener Wasserfall) über dem immer ein Regenbogen zu sehen ist! Nur bei meinem Bild nicht :-( Na ja, dafür habe ich den Naturgenuß pur und in Farbe erlebt, wenn auch nicht festgehalten.
Nationalpark Pingvellir
Geologisch und geschichtlich ist die Ebene von Pingvellir von großer Bedeutung. Hier grenzen die nordamerikanische und die europäische Kontinentalplatte aneinander. Jedes Jahr driften die beiden Platten einige Zentimeter auseinander, und eine große, etwa 40 Meter tiefe Erdspalte entsteht. Hier wurde außerdem die Unabhängigkeit Islands ausgerufen.
Landmannalaugar - bizzarre "Mondlandschaften" - wunderschöne Farbenvielfalt
Wieder einmal ein kurzer Halt, um dieses wunderschöne Farbspiel anschauen zu können! Immer wieder bricht die Wolkendecke auf und das goldfarbene Licht taucht die oft neonfarbenen Moose in ein herrliches Licht.
Damit man einen Vergleich der Größe wahrnehmen kann - der rote und der weiße Punkt links unten waren zwei Gruppenmitglieder!
Heimaey - eine der Westmänner-InselnBei herrlichstem Sonnenschein - und schönstem Sonnentag -starteten wir zur 3-stündigen Überfahrt auf die Westmänner-Insel Heimaey
Blick auf einen Vogelfelsen von der gegenüber liegenden Vulkanseite, in den wir uns haben "fallen" lassen.
Ein Vulkan (in den wir stiegen) brach das letzte Mal 1973 aus, die Lava erreichte auch schon erste Häuser wie man oben rechts erkennen kann und konnte dann aber gestoppt werden!
Schade, dass man den Krater dieses Vulkanes nicht im Gesamten sehen kann (mit einer Spiegelreflex wäre es wohl möglich gewesen) - und ein Panoramabild bei Windgeschwindigkeiten, die uns fast in der Waagerechten "stehen" ließ wäre dann auch nicht so der Renner geworden
Die Tour zum Snæfellsnes Die Halbinsel Snæfellsnes liegt westlich des Borgarfjörður in Westisland. Sie hat zahlreiche landschaftliche Schönheiten aufzuweisen. Frühmorgens ging es los mit dem Bully zum Aufstieg auf den Snaefellsnes. Im Nebel und auf verharrschtem Eis begann der Aufstieg, der ein besonderer werden sollte.
Im Nachhinein bekomme ich immer noch Angst, wenn ich daran denke, dass wir ohne Sicherung über solche Risse wie hier zu sehen wanderten und dass niemand im Eis einbrach, obwohl die Luft hoch oben doch recht warm und die sommerliche Sonne doch nicht ganz "ohne" Kraft war.
Wir versuchten noch, auf den Gipfel hoch zu kommen, ohne Eispickel und Spikes hatte man aber keine Chance - einer aus der Gruppe versuchte es doch... mit dem Ergebnis, dass er auf dem Eis ausgerutscht und sich Hände und Hintern aufgeschlitzt hatte und die blutenden Hände versorgt werden mussten.
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