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Island
von Reykjavik nach Vik
Jökulsárlón - der Gletschersee am Vatnajökull
Pingvellir und Landmannalaugar
Heimaey - eine der Westmänner-Inseln
Tour zum Snaefellsnes
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Reykjavik und Umgebung

 

Wir landeten abends gegen 23 Uhr auf dem Flughafen in Kevlavik - von dort ging es zur ersten Station unserer Reise auf den Campingplatz nach Reykjavik.

Am nächsten Tag und nach längerem Fußmarsch ins Zentrum Reykjaviks  fiel uns als erstes die völlig "spacig" anmutende Hallgrimskirkja auf, eine Kirche, die aussieht wie ein Spaceshuttle! Das muss man erst man hinbekommen. 

Blick von der Hallgrimskirkja

Hallgrimskirkja

 

Blick über die bunten Wellblechdächer. Ich finde, das hat was richtig positives - wahrscheinlich brauchen die Menschen das in den langen dunklen Wintermonaten auch - etwas Farbe. Und wenn's nur auf dem Dach ist.

Die Hallgrimskirja - die erste von den ziemlich vielen "spacigen", zumindest aber sehr viel eindrucksvollen Kirchen in Island!

Eine weitere Station unseres Besuches in Reykjavik führte uns zum isländischen Phallusmuseum! Das gibt es tatsächlich, wenn auch heute (2009) nicht mehr in Reykjavik selbst, sondern mittlerweile in Húsavík.

Ein Museum, das sich mit der Phallologie beschäftigt. Das Museum sammelt konservierte Penisse von jeder Art Säugetier in Island. Es werden ebenfalls Exponate von Spezies, die nicht in Island leben, und themenverwandter Kunst ausgestellt. Derzeit hat das Museum circa 150 Exponate.

 

Isländerin im Freilichtmuseum

 

Ein weiterer Museumsesuch, dem Freilichtmuseum in Arbaejarsafn bei Reykjavik

In dem Areal sind etwa 30 historische Gebäude aus der Hauptstadt und anderen Landesteilen wieder aufgebaut. Häufig zeigen dort Handwerker im Rentenalter ihre Kunst, wie Goldschmiede, Drucker und Fischer.

oder es steht einfach auch mal eine "echte" Isländerin im süß-verkitschten Warenhaus

 

Ich fand das sehr spannend, auch "zuhause" gibt es die schönsten Freilichtmuseen, von denen ich nur einige wenige im Süden und eines bei Detmold gesehen habe.

 

 

 

Grassodenhäuser

 

Hier ein Grassodenhaus - außerhalb des Museums sahen wir noch einige in "freier Wildbahn".

In denen leben aber heute keine Menschen mehr, sondern werden teilweise noch für Schafe verwendet.

Im Cafè des Museums ließen es wir uns nach den Hausbesichtigungen noch ein wenig gut gehen.

 

 

Zwischendurch besuchten wir auch noch das Freibad in Reykjavik - die Isländer sind richtiggehend Freibadbegeistert! Kann man auch nicht verdenken. Gespeist durch die heißen Quellen hat man hier sommers wie winter absolut geeignete Badetemperaturen!

Ganz Mutige bewiesen den ihrigen in den Hot-Pots - von 37-42°C! Nur die Harten kommen in den Garten ...


 

 

Der Südwesten Islands - von Reykjavík nach Vík

 

Auf dem Weg nach Vík fuhren wir auf der Ringstraße zwischen Hvolsvöllur und Skógar in Richtung Þórsmörk zu dem wirklich sehr beeindruckenden

Seljalandsfoss

 

Seljalandsfoss, der fast 70 Meter weit in die Tiefe stürzt und den man "hinterlaufen" kann.

Das war zwar in erster Linie ein recht feuchtes Vergnügen - aber auch ein absolutes Muss!

 

Farbgewalt

 

Atemberaubendes Farbenspiel!

die ständigen Wolkenwechsel verändern die Landschaft im Minutentakt völlig!

 

Vík - der regenreichste Ort auf Island!

 

 

Vík - der Ort mit den meisten Regentagen im Jahr wie man uns sagte (mit sage und schreibe ca. 256 Tage Regen im Jahr) nicht einmal für uns machte das Wetter hier eine Ausnahme.

Spaziergang bei Vik

Es goss in Strömen - und zwar zwei der insgesamt drei Tage, die wir dort verbracht haben. Ohne Regenhose wäre man hier wirklich ziemlich aufgeschmissen gewesen. Aber auf Island geniesst man (ohne Witz!) auch gerne den Regen, der hier vermeintlich weicher fällt als bei uns.

Ich werde nie die beiden Radreisende vergessen, die wir aus unserem vollverglasten Aufenthaltsraum des Zeltplatzes beobachteten, wie sie bei strömendem Regen in aller Seelenruhe ihr Zelt aufgestellt haben - und am nächsten Morgen in umgekehrter Reihenfolge. Im Dauerregen! Chapeau!

 

 

Ich hätte da wahrscheinlich längst aufgegeben. Aber wenn man nach Island geht, weiß man, was auf einen zukommt!

 

absolut unvergesslich - der weiche Tritt auf dem Moos!

Das ist gehen wie auf Wolken.

Vík besitzt einen der zehn schönsten Sandstrände der Welt! Nur schade, dass die Temperaturen nicht so richtig zum Baden eingeladen haben. Ein paar Hartgesottene unter uns haben das zwar gemacht, mein Ding war es jedoch nicht

Dyrholey Schwarzer Lavastrand von Vik

mit Blick auf den südlichsten Punkt Islands: Dyrholey


der schwarze Lavasandstrand von Vik, den man stundenlang langschlendern konnte (guter Outdoorjacken-Test!)





Ausflug zum Jökulsárlón - dem Gletschersee am Vatnajökull


Hier findet man ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art. Vom Vatnajökull kalbende jahrtausende alte Eisblöcke, die wunderschön türkisfarben in der Lagune schimmern. Ein wirklich traumhafter Anblick, den man sich bei einem Island-Besuch nicht entgehen lassen darf!

Gletschersee Jökulsarlon

Im Gletschersee selbst bewegten wir uns mit einem Amphibienboot, welches tatsächlich auf vier Rädern mit uns in den See fuhr, um dann darin zu schwimmen!

Skaftafell-Nationalpark im Vatnajökull-Gebiet

Bekannt ist Skaftafell für sein angenehmes Kleinklima, das für sonnige Sommertage sorgt, die im Rest von Südisland nicht so häufig sind. Außerdem verfügt es über einen ausgedehnten Birkenwald, den einzigen Wald hier in Island.

Ein weiterer spektakulärer Wasserfall liegt in diesem Nationalpark - der Svartifoss mit seinen vielen Basaltsäulen (leider sieht man das auf meinen Bildern nicht so deutlich durch die Diffusion der Wassertröpfchen)

 

Bei den Geysiren

 

Der Strokkur ist ein Geysir in Island. Er befindet sich neben dem nur noch selten ausbrechenden Großen Geysir (der bei unserem Besuch tatsächlich eine Fontäne ausgestoßen hat!) im Heißwassertal Haukadalur im Süden der Insel. Seine Ausbrüche erfolgen regelmäßig im Abstand von 8 bis 10 Minuten und manchmal bis zu drei mal kurz hintereinander. Die kochende Wassersäule des Strokkur erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Meter. 

Wasserglocke des Strokkur

das ist wahnsinnig imposant, wie sich die Wasserglocke hebt und wieder sinkt. Man kann sich das im Kleinen so vorstellen, wie wenn Wasser im Topf zu kochen und Blasen zu werfen anfängt -

nur natürlich vieeel langsamer, grösser und spannender

kurz vor dem Ausstossen der Wasserfontäne

Im ganzen Geysir-Gebiet blubberte es "im Kleinen" - aufbrechende Erde, unter der es ziemlich heiss ist. Berührte man mit den Händen die Erde, war es super schön warm. Toll muss das ja im Winter sein!

 Gullfoss

Der Gullfoss (güldener Wasserfall) über dem immer ein Regenbogen zu sehen ist!

Nur bei meinem Bild nicht :-(

Na ja, dafür habe ich den Naturgenuß pur und in Farbe erlebt, wenn auch nicht festgehalten.

 

 

 

 

 


 

Nationalpark Pingvellir

 

Geologisch und geschichtlich ist die Ebene von Pingvellir von großer Bedeutung. Hier grenzen die nordamerikanische und die europäische Kontinentalplatte aneinander. Jedes Jahr driften die beiden Platten einige Zentimeter auseinander, und eine große, etwa 40 Meter tiefe Erdspalte entsteht. Hier wurde außerdem die Unabhängigkeit Islands ausgerufen.

Schafe

 


Bis auf diese Schafe und natürlich die berühmten Island-Ponys haben wir soweit ich mich entsinnen kann keine Tiere gesehen.

Diese geübten "Bergsteiger" waren aber der Knüller.

Einmal sah ich solch ein Wollknäuel den Steilhang hinunter kullern. Glotzte verdutzt hoch - und stand wieder!

 

 

 

Landmannalaugar - bizzarre "Mondlandschaften" - wunderschöne Farbenvielfalt


Landmannalaugar - Farbenglühen

Wieder einmal ein kurzer Halt, um dieses wunderschöne Farbspiel anschauen zu können!

Immer wieder bricht die Wolkendecke auf und das goldfarbene Licht taucht die oft neonfarbenen Moose in ein herrliches Licht.

 

 

Damit man einen Vergleich der Größe wahrnehmen kann - der rote und der weiße Punkt links unten waren zwei Gruppenmitglieder!

 

 

Neongrün

Schade, man sieht leider nicht, dass es an meiner Hand aus der Erde dampft. Die Gras- büschel und die "neonfarbenen" Moose sind NICHT eingefärbt. Die sahen in der Tat so aus wie man sie hier erkennen kann.

Und überall "brach" die Erde auf und es dampfte ununterbrochen - und roch meist nach Schwefel!

Das war im Übrigen das erste, an das ich mich in Island gewöhnen musste - überall auf der Insel "riecht" es so. Nicht unangenehm, aber erst einmal gewöhnungsbedürftig!

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Heimaey - eine der Westmänner-Inseln

Bei herrlichstem Sonnenschein - und schönstem Sonnentag -starteten wir zur 3-stündigen Überfahrt auf die Westmänner-Insel Heimaey

Blick über Heimaey

 

 

Blick auf einen Vogelfelsen von der gegenüber liegenden Vulkanseite, in den wir uns haben "fallen" lassen.


Auf den linken, den man hier sehen kann stiegen wir - mit Hilfe von Kletterseilen und Ketten nach oben!

 

 

 

 

 

Ein Vulkan (in den wir stiegen)  brach das letzte Mal 1973 aus, die Lava erreichte auch schon erste Häuser wie man oben rechts erkennen kann und konnte dann aber gestoppt werden!

 

Kratersprung

Schade, dass man den Krater dieses Vulkanes nicht im Gesamten sehen kann (mit einer Spiegelreflex wäre es wohl möglich gewesen) -

und ein Panoramabild bei Windgeschwindigkeiten, die uns fast in der Waagerechten "stehen" ließ wäre dann auch nicht so der Renner geworden

 

 

 

 


 

Die Tour zum Snæfellsnes

Die Halbinsel Snæfellsnes liegt westlich des Borgarfjörður in Westisland. Sie hat zahlreiche landschaftliche Schönheiten aufzuweisen.

Frühmorgens ging es los mit dem Bully zum Aufstieg auf den Snaefellsnes. Im Nebel und auf verharrschtem Eis begann der Aufstieg, der ein besonderer werden sollte.

Gletscherspalten auf dem Snaefellsnes

 

Im Nachhinein bekomme ich immer noch Angst, wenn ich daran denke, dass wir ohne Sicherung über solche Risse wie hier zu sehen wanderten und dass niemand im Eis einbrach, obwohl die Luft hoch oben doch recht warm und die sommerliche Sonne doch nicht ganz "ohne" Kraft war.

 

Wir versuchten noch, auf den Gipfel hoch zu kommen, ohne Eispickel und Spikes hatte man aber keine Chance - einer aus der Gruppe versuchte es doch... mit dem Ergebnis, dass er auf dem Eis ausgerutscht und sich Hände und Hintern aufgeschlitzt hatte und die blutenden Hände versorgt werden mussten.