7. Etappe 22.08.09: Bad Freienwalde – Kersdorfer Schleuse (bei Fürstenwalde-Spree) 108 km
Die Beschilderung hier in der Gegend war nach wie vor mäßig, so dass wir schon in Freienwalde die Übersicht verloren und ungewollt eine Abkürzung fuhren. Trotzdem kamen wir dann in Rathsdorf am Storchenmuseum vorbei, wo dann auch wie bestellt ein besonders schöner Vogel auf dem eingerichteten Horst saß!
Strausberg haben wir gleich links liegen lassen und sind entlang des Straussees auf die Suche nach dem Weg nach Rehfelde gegangen. Das hat zunächst auch recht gut geklappt, aber aufgrund mangelhafter Beschilderung als auch ungenügender Aufmerksamkeit unserer Seite wurde diese Suche zur Odyssee für diesen Tag. Weia :-(
Immer wieder durch Wälder mit durchweichtem Sandboden, der meine Kettenschaltung noch mehr zusetzte als sowieso schon, um dann noch immer nicht ans Ziel zu kommen. (Annette lächelte nur ... bei ihrer Rohloff alles kein Problem ... da knuspert lediglich mal die Kette). Nach vielen Nachfragen und dem finalen Tipp eines besoffenen Jugendlichen haben wir dann doch noch den richtigen Weg gefunden, so dass der langweiligste Teil dieses Tages beginnen konnte. Immer entlang einer Hauptverkehrsstraße ging es über Zinndorf nach Kagel. Erst hier, am Liebenberger See, ging es wieder auf die bekannten abgelegenen Sträßchen, so dass wir uns entschieden eine kleine Pause einzulegen.
Fürstenwalde ist tatsächlich schon um einiges größer als die bisherigen Städte, so dass wir umso glücklicher waren, dass hier der Radweg endlich wieder hervorragend ausgeschildert war! Nachdem wir wussten, wie es weitergehen wird, haben wir uns noch einen kleinen Umweg durch die Innenstadt gemacht, was aber nicht sehr lohnte. So ging es dann nach Bergenbrück und von hier aus über eine – auf jeden Fall nicht von Autos befahrene Straße. Dies wird hier so besonders erwähnt, weil diese Straße quer durch den Wald so gut ausgebaut war, dass es sich um eine Schnellstraße hätte handeln können. Dennoch haben wir über 5 km kein einziges Auto gesehen. Nachdem wir dann die Autobahnbrücke zur A12 (auf der im Übrigen auch gebaut wurde) überquerten, wurde der Weg dann auch schlechter und wandelte sich zu einem richtigen Waldweg. Nach noch einmal 4,5 km kamen wir dann endlich im Forsthaus an, dem Ziel unseres heutigen Tages.
Für mich ist aber noch interessanter ist die Tatsache, dass einige Kader der RAF hier ihre Einbürgerung inklusive neuer Legenden in die DDR bekommen haben und Leute wie Christian Klar durch die Stasi an Waffen ausgebildet worden sein sollen. Wer weiß, vielleicht schlafen wir heute im gleichen Zimmer wie damals die Terroristen. Auf einer wunderschön gelegenen Terasse mit direktem Blick auf die Spree haben wir uns mit Bier und sehr gutem Essen gestärkt und fallen nach der bisher längsten Etappe dieser Tour müde ins Bett.
Anakrusis' Übernachtungsbewertung
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