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8. Etappe Dienstag, 02.06.2009 Lindau – Illmensee 80 km
Wir haben tatsächlich sofort eine passende Karte gefunden (die ADFC-Karten sind sehr zu empfehlen!) und haben uns überlegt, vom Bodensee bis zur Donau über den gleichnamigen Weg zu fahren.
Nach einem wirklich sehr guten Frühstück ging es dann zunächst von Lindau nach Immenstaad. Ca. 40 km entlang des Bodensees immer im Slalom mit anderen Radlern oder Fußgängern. Dazu kamen noch andere Radler die durch mehr oder weniger rücksichtslosen Fahrens auffielen (Rennradler). Eine Spezies, bei der man die meisten mit (Männlichkeitsverstärkern) Cabrio-Fahrern oder SUV-Volk vergleichen kann oder auch: "ich bin ein toller Hecht, schaut, was ich habe/kann/ausstrahle" <grummel> Liebe Männer, ein wahrer Mann hat das nicht nötig. Außerdem sind andere Qualitäten sehr viel wichtiger ;-) Kann ich frohen Herzens behaupten, da mich mein Traummann durch's Leben begleitet!
In Friedrichshafen gab es die erste Pause für uns direkt am Bodensee. Von hier aus führte uns die Radstrecke über eine miese Strecke bis nach Immenstaad. Dort aßen wir zu Mittag. Die Entscheidung war genau die richtige, da ab Immenstaad der Donau-Bodensee Radweg begann und es auf den nächsten 30 km keine Einkehrmöglichkeit mehr zu finden war.
Es ging also Richtung Marktdorf. Der Weg dorthin war wegen Baumaßnahmen gesperrt, so dass wir eine ordentliche Umleitung radeln mussten. Der erste Teil des Umwegs war sogar recht interessant, da es die ganze Zeit durch die berühmten Bodensee Obstfelder ging. Danach fuhren wir jedoch nur noch entlang der B33 bis nach Markdorf. Der Donau-Bodensee-Radweg führte uns dann sofort sehr steil und sehr lange bergauf und beim Zurückblicken sah man ins Bodenseetal hinab. Wir kamen an sehr kleinen aber auch sehr schönen Dörfer vorbei. Leider gab es in keinem davon einen Laden und unser Wasservorrat war schon fast aufgebraucht.
Später fuhren wir durch die absolute Einöde in ein Chaosgebiet. Das Gewitter letzte Woche hat hier solch verheerende Schäden angerichtet, dass wir total schockiert von den Ausmaßen waren. Sehr viele Felder waren durch Hagelschlag zerstört und die Bäume waren teilweise einfach auf einer Höhe zwischen 1 und 5 Metern "abrasiert". Auf den Wegen konnte man noch genau erkennen, wie sie mit Schlamm überspült wurden. Wir waren nachträglich sehr froh darüber, uns für die Romantische Straße statt für den Bodensee-Königssee-Radweg entschieden zu haben! Das wäre nicht gut gegangen. Als wir in Wilhemsdorf ankamen zog ein Gewitter auf und begaben uns auf die Suche nach einem Hotel. Leider gab es in dem gesamten Ort kein Hotel oder Pension. In einer Pizzaria bekamen wir den Tipp, nach Illmensee zu fahren, was wir dann auch ganz schnell gemacht haben, auch wenn dieser Ort entgegengesetzt „unseres“ Weges war. Direkt nach dem Ortsschild bekamen wir dann die ersten Tropfen ab und freuten uns schon im nächsten Dorf ein Bett & Bike Hotel gefunden zu haben.
Dieses hatte aber heute seinen Ruhetag (ein Bett&Bike mit RUHETAG?) und es war auch keine Telefonnummer angegeben wo man vielleicht hätte mal anrufen können. Mit ein bisschen Wut im Bauch radelten wir dann weiter bis nach Illmensee. Dort bekamen wir im Hotel Seehof noch ein Zimmer. Das Zimmer ist seeeeehr einfach, aber ok. Das (Abend)Essen war gut und wie immer besteht die Hoffnung auf ein gutes, stärkendes Frühstück. Morgen geht es dann zurück auf den Donau-Bodensee Weg in Richtung Zwiefaltendorf.
Hotel:
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