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Romantische Straße
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5. Etappe Samstag, 30.05.2009

Königsbrunn – Schongau 84 km

 


Unser Weg schlängelte sich immer der Lech entlang bis zu der ersten Schlüsselstelle des Tages. Die Beschilderung ließ wieder einmal zu wünschen übrig und wir sind direkt in die falsche Richtung gefahren. Zum Glück konnte uns ein Mountainbiker auf den richtigen Weg schicken.

 Schilderchaos

Die Beschilderung hörte dann leider irgendwann wieder auf, so dass wir uns dazu entschieden, den Tipp von dem Radler zu beherzigen und einfach über den Damm weiter zu fahren.

Das Naturerlebnis war grandios, der Weg aber irgendwann nicht mehr so prickelnd. Der Weg wurde zuerst zu einem Pfad und dann zu einer Mountainbikestrecke. Das hat mit unseren Reiserädern nicht wirklich Spaß gemacht. Aber, wir waren auf dem richtigen Weg! Mitten in der Wildnis war an einem Baum ein Schild mit der Aufschrift „Romantische Straße“ angebracht worden. Nur, was hat mit die RoStr mit einer Mountainbikestrecke zu tun???

 

Irgendwann haben wir dann auch wieder einen vernünftigen Weg gefunden, der uns dann bis Landsberg am Lech geführt hat. Dort angekommen, wurden wir von einem Polizisten begrüßt, der gerade die Straße absperrte. Eigentlich haben wir uns auf einen Biergarten gefreut und wollten die Stadt in aller Ruhe anschauen, was aber leider wegen einer "braunen Gesocks"-Demo ausfallen musste :-(

 

Die Weiterfahrt an der Romantischen Straße war aber kein Problem, nachdem wir das Hinweisschild schon vor dem Marktplatz entdeckt hatten und einfach nur zurück radeln mussten.

 

Der Weg führte uns in ein Wildgehege (Lechpark), in dem es Tiere wie Rehe und Wildschweinefast zum "Anfassen" gab. Diese „Anlage“ war wirklich sehr schön angelegt. Allerdings folgte kurz darauf unser „Wege-Chaos Teil 2“. Der Weg im Wald gleichte bald wieder einer Mountainbike-Strecke, der noch schlimmer war als der vorhin beschriebene. Der Verlauf wurde so "bescheiden", dass ich irgendwann entnervt und stinksauer aufgab (Guido!) und wir den Weg wieder zurück fuhren (der Weg sollte über eine schmale Treppe hinab führen).

Wir sind also komplett zurück gefahren und direkt bei den Wildschweinen sahen wir dann die „richtige“ Abzweigung und der Weg wurde dann auch wieder gut. Es wäre noch einmal interessant zu wissen, warum es grüne UND blaue RoStr-Schilder gibt! Wir hatten das Gefühl, dass die Blauen eher für Mountainbiker gedacht sind. Vielleicht weiß das ja jemand. Hunger hatten wir aber noch immer. Diesen konnten wir dann an einem sehr netten Ausflugslokal (der „Teufelsküche“) stillen.

 

Wir fuhren jetzt oberhalb des Lech und konnten den ersten Blick auf die Alpen werfen. Wow, herrlich! Der Blick blieb uns sogar noch erhalten und die Berge kamen immer näher.

die Alpen

So ging der Weg wunderschön durch die kleinen Dörfer bis es zum "Wege-Chaos Teil 3" kam.

 

Es war wieder das gleiche Drama wie zuvor, mit dem Unterschied, dass wir nach einer ordentlichen Abfahrt sofort gemerkt haben, wo der Hase lang läuft. Wir mussten also wieder HOCH auf den richtigen Weg. Um diesen zu finden hat Annette einen älteren Herren gefragt (was sie liebend gerne tut, wenn sie keine Lust hat, auf Karten irgendwas zu finden), der gerade aus seinem Auto stieg.

 

Dieser erklärte uns, wo wir lang fahren mussten und fuhr selbst mit seinem Auto dann an uns vorbei. Und jetzt kommt es zur

Anekdote des Tages. Der Mann leitete uns bis fast nach Schongau! Immer wenn wir zu einer Kreuzung kamen, an der wir uns hätten verfahren können (was man jetzt nicht mehr konnte, da der Weg ausgeschildert war) stand er mit seinem Auto da, um uns den Weg zu weisen. Als wir uns wirklich nicht mehr verfahren konnten haben wir uns noch einmal mit ihm unterhalten und er hat uns noch gezeigt wo wir im Bergpanorama die Zugspitze finden. Nachdem wir uns mehrfach bedankt haben ging es für uns dann weiter nach Schöngau.

 

Wir haben den Entschluss gefasst, in Schöngau zu bleiben und haben uns im Hotel „Rössle“ einquartiert. Nettes großes Zimmer und zentral im Ort gelegen - aber mit einem Preis von 85 € nicht mehr so günstig wie in den letzten Tagen. Das liegt aber vor allem daran, dass es hier jetzt immer touristischer wird.

 


Hotel

Rössle in Schongau


Bewertung
1 (dürftig) bis 10  (erstklassig)
Zimmer
 8 (supergeräumig)
Radunterbringung
 8 (leider im Gebäudegang, weil viele Radler da waren, sonst hätte man sein Rad in die Tiefgarage stellen können)
Frühstück
 10 (sehr gute Auswahl, leckere Brötchen, frische Säfte)
Sonstiges
 



 

 

 

Morgen geht es dann weiter in Richtung Bodensee-Königssee Radweg. Die Wettervorhersage ist gut. Hoffentlich trifft sie auch zu.