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4. Etappe Freitag, 29.05.2009 Nördlingen – Königsbrunn 112 km
Herrlich, wir haben heute strahlend blaue Himmel! Nach 35 km erreichten wir Donauwörth. Der Weg dahin war wirklich sehr schön zu fahren und wir haben die Sonne genossen. Lediglich der kalte Ostwind, der uns die ganze Zeit begleitet war ein bisschen unangenehm. In Donauwörth genossen wir ein leckeres Radler. Wir hatten zum Glück den Weg in Donauwörth recht bald gefunden, so dass es dann auch auf der Via Claudia Augusta weitergehen konnte.
Irgendwann plagte uns dann der Hunger, aber leider war weit und breit in der Gegend nichts Essbares zu finden. Kein einziger kleiner Supermarkt oder Tante Emma - Laden war in Sicht und unsere Suche war erst nach 85 km kurz vor Augsburg zu Ende, wo wir uns dann in einem Biergarten draußen im Kühlen mit einem (auch kalten) Wurstsalat stärkten. Uns wurde immer kälter, auch zogen immer stärker die Wolken auf, so dass wir uns dazu entschieden, in Augsburg zu übernachten. Auf dem Weg fing es dann auch noch leicht an zu regnen und der Verkehr in der Großstadt machte uns dazu den Garaus. Wir sind dann immer in Richtung Zentrum geradelt, wir hatten ein Schild mit "Fahrradparkhaus" gesehen. Dort angekommen, habe ich mir dann Infos bezüglich einer Unterkunft erhofft - und auch bekommen. Die Räder hätten wir prima im Fahrradparkhaus abstellen können und direkt nebenan war ein Hotel. Das war uns dann mit 113 € einfach viel zu teuer. Kurz entschlossen machten wir uns dann wieder auf den Weg. Was ein "Preis" doch nicht alles bewirken kann. Da hat man plötzlich wieder jede Menge Power.
Gut, dass einige Radler in dem Großstadtgewirr vor uns fuhren, so konnten wir -ohne selbst größeres Chaos zu verursachen- aus dem Großstadtgewusel entkommen. Wir fuhren weiter bis wir in Königsbrunn ankamen und standenl mitten in einem Wohnblock, von „Stadt“ keine Spur. Das dauerte dann doch noch eine Weile, bis wir schließlich ein Hotel gefunden hatten. An diesem fuhren wir zweimal vorbei, weil uns das Äußere nicht allzu sympathisch war, haben und mangels Alternativen aber dann doch dafür entschieden. Die Wahl war aber nicht so schlecht. Das Zimmer ist klein aber in Ordnung und mit 70 € gerade noch zu akzeptieren. Abends aßen wir auch im Hotel und was soll man sagen, es hat wirklich gut geschmeckt.
Hotel: Gasthof Krone Königsbrunn
Und jetzt die Anekdote zum Schluss: Bei unserer heutigen Fahrt kamen wir auf der Such nach was Essbarem an einem kleinen, netten Bett & Bike Gasthof vorbei, der leider sehr geschlossen aussah. Das bestätigte sich dann auch, als die Wirtin gerade heraus kam und die Tür abschloss. Nachdem wir gefragt haben, ob der Laden tatsächlich geschlossen ist, lamentierte die Frau ein bisschen herum und gab uns zum Schluss den tollen Tipp „beim nächsten mal ein bisschen früher zu kommen“, schließlich sei es ja schon 13:45 Uhr und somit keine Zeit mehr zum Mittagessen?!? Bitte? Ein toller Tipp für Radler auf der Durchreise. Was uns an all dem geärgert hat war, dass der Gasthof am Radlerschild mit „Radler erwünscht“ geworben hatte. Na ja. Wir waren schließlich über die Pfingstferien da.
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