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2. Etappe Mittwoch, 27.05.2009 Waldbrunn – Rothenburg ob der Tauber (100 km)
Wie gestern von uns gewünscht, war der Tag und der Weg jetzt klasse ausgeschildert. Als wenn es so sein sollte, dass wir gestern nur einen kurzen Tag hatten ;-)
Von Waldbrunn ging es los in Richtung Tauberbischofsheim. Da wir gestern schon super früh eingeschlafen sind, waren wir heute auch entsprechend früh wach und sind schon um 8:00 Uhr los gefahren. Leider hatten wir dann sofort eine der heftigsten Steigung des Tages, so dass wir bei der folgenden Abfahrt schon nass geschwitzt und bei nur 11 Grad ziemlich gefroren haben.
Ab da schlängelte sich der Weg entlang der Tauber über den entsprechenden Weg „Liebliches Taubertal Der Klassiker!“. Ein wirkliches Highlight war Weikersheim. Die Innenstadt ist sehr schön historisch und wird durch die Musikakademie gekrönt. Hier haben wir uns mit einem leckeren Rababarkuchen gestärkt, um dann weiter Richtung Rothenburg zu fahren. Anfangs ging der Weg noch immer direkt an der Tauber durch das breite Taubertal. Aber je näher wir in Richtung unser Ziel kamen, desto enger wurde das Tal und entsprechend hügeliger wurde der Weg. Was „ob der Tauber“ bedeutet, wurde uns dann auf den letzten Kilometern bewusst, als es dann nämlich ununterbrochen bergauf ging. OBERHALB! Hier erwartete uns dann eine wahnsinnig große und schöne Altstadt, die wir so noch nicht gesehen haben.
Eine Unterkunft fanden wir im Hotel „Zum schwarzen Adler“, wo wir ein sehr niedliches Zimmer mit einem „historischen Anstrich“ bezogen. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es dann gegen 16:00 Uhr direkt los mit einem Stadtrundgang. Abends haben wir noch einen ausgiebigen Sparziergang über die Stadtmauer gemacht. Das hat nicht nur Spaß gemacht sondern war auch wahnsinnig spektakulär! Richtig toll fanden wir auch die eingemauerten Tafeln, die wohl auf Spender der Stadt verweisen. Und dabei fiel auf, dass dabei keine kleine Zahl von Japanern und Amerikanern verewigt waren! Außerdem begann man damit, die Befreiung Rothenburgs mit den Passionsfestspielen zu feiern, die an Pfingsten ihren Höhepunkt finden. Auf dem Marktplatz standen plötzlich jede Menge Reiter in mittelalterlichen Kostümen, es wurden Kanonenschüsse abgefeuert, abends gab es eine Prozession mit vielen Musikern. Es gab jedenfalls jede Menge zu bestaunen. Rothenburg ist im nachhinein betrachtet auf dieser Radreise die schönste Stadt. Anekdote: Heute ist es eher keine Anekdote sondern eher die Beschreibung meiner Dubbeligkeit (Guido's!). Nachdem wir ca. 15 km unterwegs waren ist mir plötzlich aufgefallen, dass mein Tacho weg war. Ihn lediglich vergessen aufzusetzen habe ich nicht, das war klar. Ich musste ihn also verloren haben und hatte auch sofort eine Idee, wo das gewesen sein musste. Ich habe mich also sofort auf den Weg zurück gemacht und Annette sollte auf mich warten. An der vermuteten Stelle war der Tacho natürlich nicht, so dass ich noch ein kleines Stück weitergefahren bin, die Suche dann aber erfolglos aufgegeben habe. Schon mit dem Gedanken eines Neukaufs habe ich mich dann wieder auf den Weg zu Annette gemacht, die mir auch schon entgegen kam und fröhlich winkend auf mich wartete. Sie hatte den Tacho nämlich nur ein paar Meter nach meiner Entdeckung gefunden.. sie hatte in einer Kurve „irgendwas gehört“ ...weibliche Intuition halt...
Hotel: „Schwarzer Adler“ durch einen Griechen (mit passendem Restaurant) geführt. 65 € mit Frühstück. Das Haus ist wunderschön antik eingerichtet, weshalb der Frühstücksraum am nächsten Morgen direkt erschreckend war. Griechische Einrichtung mit blauen Wänden und gespannten Netzen im Raum (?!) Was aber sehr genervt hat war die laute Musik zum Frühstück, die der eigentlich sehr nette Grieche auch nach unserer Bitte nicht leiser gedreht hatte. Da wir direkt an einen Tisch bei den Boxen verwiesen wurden hatten wir wenig Chancen, uns in normaler Lautstärke miteinander zu unterhalten.
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