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La Serena - im Kolonialstil geprägte Stadt im Rio Elqui-Tal
Der Abschied von San Pedro fiel (mir) nicht schwer. Nach einigen Tagen und Nächten in der Wüste benötige ich endlich wieder etwas mehr grün um mich herum - und andere Menschen ;-) Koffer-Stilleben ;-) Der Nachtbus bringt unsere Gruppe nach La Serena, das wir früh morgens gegen 6 Uhr früh erreichten. Dort angekommen, wurden wir in 3 Taxen verfrachtet und zu unserer Unterkunft gebracht. Wie man erkennen konnte war La Serena nicht gerade klein. Wir inspizierten den großen Stran, einige aus der Gruppe wollten noch auf den Fischmarkt gehen (habe ich mir geschenkt, ich sehe Fische lieber im Wasser schwimmen als tot auf dem Markt). Von diesem Markt brachten sie dann auch einen riesigen Fisch mit, den es abends zum Essen gab. Er sah schrecklich aus - und er schmeckte auch so <schüttel> Nun denn, wir hatten ein schönes Zimmer mit Bad-Ameisen (es gab keine "Ameisen-Straße zum Bad, aber die wuselten da einfach so rum). Und ich schlief das erste Mal richtig gut, seit ich in Chile war! |
Shopping-Mall in La Serena Der Himmel ist am nächsten Morgen wieder bewölkt, für einen Spaziergang ins Städtchen war das aber genau richtig, weil ich mir davor die Birne verbrannt hatte und mich jetzt ein bisschen schonen konnte. La Serena selbst ist eine im Kolonialstil erbaute Stadt und man sieht erstmalig mehr Chilenen als Touristen, was sehr angenehm ist. Im Anschluss unseres kleinen Stadtbesuchs besuchten wir diese Shopping-Mall rechts. Chile steht uns mit solchen Hallen in nichts nach. Es gibt hier einfach alles zu kaufen - wie bei uns. Einen Tag später fuhr ein Großteil der Gruppe ins Elqui-Tal auf einen Besuch im Paso Negro und dem Observatorium in Mammalluca. Der andere Teil - zu dem auch ich gehörte - haben uns gegen diesen Ausflug entschieden. | |
Auto-Stillleben ... oder doch eher ein Auto-Friedhof? Wir waren zu dritt und machten uns ebenso auf ins Elqui-Tal nach Vicuña, allerdings für einen Bruchteil dessen, was die anderen für Ihren Ausflug bezahlt hatten. Die durften 25.000 Pesos löhnen, wir 2.600 Pesos für die Busfahrt. Dort angekommen schauten wir uns als erstes die Kirche dort an, danach schlenderten wir den Aussichtsturm hoch, in aller Ruhe. An riesign Bougainvillea-Sträucher vorbei, an den staubigen Autos, Pferden, Kakteen. Bezaubernd. Wieder vom Berg herunter schlenderten wir zur Capel-Destillerie am anderen Ende Städtchens und machten dort eine spanische Führung mit. | 14. Januar 2004 - unser Ausflug zur Seelöweninsel
Leider weiß ich nicht mehr, wie unser Ausgangsdorf hieß, jedenfalls konnten wir bei der Ankunft nicht sofort mit den Booten hinaus, weil der Seegang zu stark war. Etwas absolut ungwöhnliches war allerdings, dass der komplette Strand, also praktisch da, wo sonst Sand zu sehen ist mit Muscheln ÜBERSÄT war! Die waren noch nicht fein zermahlen, sondern wirklich noch heile. | |  Muschel-Stillleben! Traumhaft, oder? Beim Sammeln der Muscheln musste ich mich stark bremsen, schließlich hatte man im Rucksack nur eine begrenzte Menge an Platz zur Verfügung. Eine Stunde später erwartete uns unser Fischer, der auch Guido hieß mit einem leckeren Essen. Es gab gegrillten Fisch (dieses Mal aber wirklich sehr gut) mit Reis und Gemüse. | | Sylvia, die eigentlich die besten Bilder von allen machte, begab sich hier in die Schlingen meines Fotoapparates. Sie hätte besser auf das Display der Digi-Cam geschaut, denn durch den Sucher.
Alte Spiegelreflexfotografiererkrankheit ;-) | Ein echter Seeigel!
Das Meer zeigte sich plötzlich in Gelb- und Rottönen. Weshalb, war unsere Frage. Weil es an dieser Stelle des Meeres eine hohe Plankton Dichte gab und diese mit dem Getier einfärbte! Dann ging es doch noch rein ins Boot und ab ins Meer. Ich dachte ununterbrochen an meine Wal-Safari auf den Lofoten. Aber in Anbetracht dessen, dass es mir dort ja ziemlich schlecht ging, war das jetzt doch relativ harmos, wenn auch die See nicht ruhig war. Lange Zeit sah man zwar nichts, aber man ROCH es! Seelöwen. So stinkt also der Guano, wenn eine Meute Seelöwen, Pelikane, Seeotter und Pinguine sich auf einer Steininsel niederlassen und alles zusch.....! Solch ein klares Wasser habe ich bis dahin auch noch nicht gesehen, aber so klar der Pazifik war, so kalt war er auch. Wir machten einen Stopp auf einer kleinen Insel und fläzten uns in die Sonne. Ein gelungener Tag. | An diesem Abend fuhren wir mit dem Pullman-Nachtbuch nach Viña del Mar, das wenige Kilometer von Valparaiso entfernt ist. Gegen 6 Uhr in der Früh kamen wir endlich an - nach einem beschwerlichen Fußmarsch mit unserem Gepäck erreichten wir später das Hotel für unsere letzte Übernachtung. Mit einem öffentlichen Bus fuhren wir nach Valparaiso hinein.
Kaum aus dem Bus draußen saßen wir dann auch schon gleich in einem der 16 Schrägaufzüge, die es in Valparaiso gibt. Eine wahrlich interessante Fahrt. An der Aussichtsplattform angekommen, befanden wir uns auch schon inmitten eines netten kleinen Marktes. Den Nachmittag verbrachten wir mit der Suche nach einem kleinen Cafè und schauten uns noch die Stadt an. Ich bin wohl kein "Städter" - irgendwann langweilen mich die ganzen Shopping-Malls, Läden, der ganze Trubel. Am nächsten Tag flogen wir dann leider auch schon wieder nach Hause. Diese Reise wurde von "Wavereisen" organisiert!
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