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von Punta Arenas nach San Pedro in der Atacama-Wüste
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Von Punta Arenas im Süden hoch in den Norden in die Atacama-Wüste

Heute fliegen wir zur trockensten Wüste der Welt, der Atacama-Wüste. Der Flug startete gegen 8 Uhr in Richtung Santiago de Chile mit einer Zwischenlandung in Puerto Montt. In Santiago hatten wir noch einen 2stündigen Aufenthalt, den Carlo von 4 auf 2 Std. verkürzen konnte, allerdings mit einem weiteren Stopp in Antifagasta, was aber nicht weiter tragisch war. In Calama angekommen gab es erst einmal ein Schnitt. Vom tiefsten Süden Chiles und Kälte ca. 4000 km hoch in den Norden - mit erbärmlicher Hitze. Die Umgebung Calamas glich einer öden Mondlandschaft. 

Nach 1 1/2 stündiger Fahrt nach San Pedro gab es aber die totale Überraschung. San Pedro gleicht einer Oase, es gibt hier zwar nicht jede Menge "grün", aber doch schon einiges an Sträuchern und Bäumen, die das Ganze doch nicht so öde erscheinen lässt.

meine Hausnummer 7Alles hier ist aus Lehm gebaut (Adobe = luftgetrockneter Ziegel) und taucht alles in heimeliges Licht.

Ich freue mich auf den freien morgigen Tag, den wir zu unserer Verfügung haben. Auch das muss einfach einmal sein.

Das Abendessen in einem nett eingerichteten Restaurant war ein absolutes Highlight! Es sah aus wie eine umgebaute Scheune, urig eingerichtet mit viel Holz, einem offenen Kamin, der warm vor sich hin brannte, wunderschöne Bilder an allen Wänden und (ein klein wenig übertriebene) folkloristische Musik.

Zum Essen gab es für mich vegetarische Spieße mit höllisch scharfem Reis. Die Speisen waren auch richtig was zum Anschauen! Klasse.

 

 

 

 

 

Heute morgen nahm ich eine eiskalte Dusche - mitten in der Wüste. Nicht, weil ich es gerne kalt habe. Es wurde nur nicht warm :-( Trotz allem ist es aber sehr lauschig hier in der Wüste. Das krasse Gegenteil zum südlichen Teil Chiles. Überall stehen Lehmhütten, die Häuser fügen sich völlig in die Umgebung ein und sind hier und da durch Büsche ein wenig grün durchwirkt.

 Seit gestern Abend habe ich bestimmt schon 4 Liter Wasser getrunken. Man merkt wirklich, dass es hier staubtrocken ist. So fühlt sich also die trockenste Wüste der Welt an. Ich kann es gar nicht fassen, hier haben wir fast 30 °C und zuhause in good Old Germany schneit es gerade. Das ist Urlaub. Am anderen Ende der Welt zu sein, Sonne satt zu tanken, schöne Musik zu hören und sich nebenher auch noch zu verlieben ;-) Was kann es bessers geben.

Die zwei Tanken Die zwei Zapfsäulen standen hier einfach mitten in der Pampa herum! Und sonst nichts!

 

Es wird Zeit, dass wir wieder Programm bekommen. Wir fuhren abends in Valle de la Luna (in der Cordillera del Sal), dort kann man - wenn man denn auch Glück hat - einen wundervollen Sonnenuntergang beobachten.

Na ja, außer einem merkwürdigen Typen im Superman-Kostüm sahen wir davon leider nicht viel. Tja, man darf auf solch einer Reise ja auch mal Pech mit "Sehenswürdigkeiten" haben.

 

 Atacama-Schlucht

Nach leckerem Frühstück fuhren wir heute zu den heißen Quellen von Puritama. Nach einer Stunde Fahrzeit waren wir auf einer Höhe von fast 4000 Metern. Mich fror es in meinem T-Shirt und den kurzen Hosen. Wie schön, sich in die Wärme der Quellen legen zu können. Wunderbar. Inmitten von Nichts eine Oase mit Pampas-Gras, herrlich idyllisch.

 

Gegen Nachmittag machten wir uns auf in eine "geheime" Schlucht, in die uns Carlo führen wollte. Wir wollten von der Straße her in den Weg abbiegen und wurden von einem Geländewagen aufgehalten, der sich quer gestellt hatte.

Ein Paparazzo erzählte uns, dass sich Cameron Diaz in dieser Schlucht befände. Ja klar - und George Clooney und Kleopatra auch. Nach endlosem Hin und Her kamen wir dann doch durch und wanderten durch das schöne Tal.

 

Einige Zeit darauf trafen wir auf ein Kamerateam. Und mittendrin stand - Cameron Diaz!!!! Einfach unglaublich.

Mitten in der Atacama-Wüste in einer verborgenen Schlucht. Eine aus der Gruppe redete irgendwann später noch mit ihr, ich selbst war 2 m von ihr entfernt!!! Hammer! Interessant war, dass sie immer schön den Kopf unten hielt, damit Bilder keinen Sinn haben. Einzig da, als wir beide aus der Gruppe hinter ihr gingen hat sie sich dann zu uns umgedreht.

Ein kleines dünnes Persönchen mit den wohl schönsten hellblauben Augen, die ich je gesehen habe!

QuitorNach unserer Heimkehr und nach einer Dusche wollten einige noch nach Quitor zur alten Inkafestung. Lust hatte ich zwar keine große mehr, aber wann kommt man denn noch einmal hierher? 

Ein gemütlicher einstündiger Spaziergang in Teva-Latschen, dann kamen wir dort an. Blöd fanden wir, dass sie zur Besichtigung der Festung Geld wollten und wenn ich mich richtig erinnern kann war das kein kleiner Betrag, den wir hätten löhnen müssen.

Machten wir dann auch nicht und gingen lieber ein Stück weiter zu einer Schlucht, in der Ralf und Susanne ein wenig herum"höhlten". Ich meinerseits schaute draußen nach einem netten Motiv.

Beim zurückgehen nach San Pedro hatten wir auf einen schönen Sonnenuntergang gehofft, den wir im Valle de la Luna ja nun leider nicht gesehen hatten. Aber den gab's heute auch wieder nicht.

 

8. Januar 2004 - In dieser Nacht hatte ich nur 3 Stunden geschlafen. Es ist nicht zu fassen, welchen Höllenkrach die Hunde von San Pedro des nächtens veranstalten. Die wetzten hinter der Hütte (der Hof wurde nachts abgeriegelt) ununterbrochen auf und ab. Grauenhaft.

 

Für heute ist die Altiplano-Tour angesetzt, die um 7 Uhr startet und erst am Abend enden soll. Erster Stopp war bei der Laguna Chaxa mit den ersten rosafarbenen Flamingos, die ich in freier Wildbahn sehe. Der Weg zu den Flamingos bestand praktisch nur aus Salz! Überall Salzkruste. Eine unwirkliche Landschaft.

Dann fuhren wir endlich "hoch" bis auf 4000 Meter und die Vegetation wandelte sich zusehends. Immer wieder tauchten kleine grüne Oasen auf, welche man in der Wüste nicht vermutet und deshalb vielleicht auch so wunderschön anzuschauen waren. Gelbe Puschelbüsche sahen wir dann auch in Hülle in Fülle.

Puschelbüsche

im Altiplano

Lagune im Altiplano

Es ist sooo schade, dass die Bilder so farblos daher kommen. Mit den ersten Digi-Cams waren farbenfrohe Aufnahmen in gleißendem Licht einfach noch nicht so möglich wie das heute der Fall ist.

Die erste Lagune, Laguna Meniques erblühte leider nicht in einem wundervollen Farbspiel, weil die Sonne eine kleine Pause einlegte.Die nächste jedoch, die Laguna Miscanti sah dann schon ein klein wenig besser aus, wie man hier erkennen kann.

Nach einer weiteren Stunde Busfahrt sahen wir dann doch noch ein wunderschönen Farbenspiel. Im Hintergrund auf dem "Dreispitz" sah man frischen Schnee. Im Vordergrund des Salar de Atacama sieht man das getrocknete Salz.

Man hatte das Gefühl, man sähe in unendliche Weiten - irgendwie erinnerte mich das doch stark an Island, was das Farbenspiel betraf. Der Salzsee glänzte in schönsten Weiß- und Türkistönen, die bereits ausgetrockneten Salzplatten zeichneten das Kristalllmuster von Salz, innen weiß und an den Kristallkanten schmutzig grau.

Bei der Rückfahrt hielten wir in einem unscheinbaren Dörfchen und aßen dort gegen halb 4 am Nachmittag zu Mittag. Hier in Socaire gab's dann auch die wohl abgefahrenste "Tankstelle" (Bild irgendwo weiter oben). Am Ortsausgang stehen auf einer Sandfläche zwei einsame Zapfsäulen. Sonst nichts! Das Dorf selbst besteht aus jeder Menge unfertig gebauten Häusern.

 Adobe Kirche

 

(diese Kirche stand nicht in Socaire, sondern in San Pedro!)

Der Platz um die schöne Adobe-Kirche wurde von einigen Arbeitern wunderschön hergerichtet, aber wie man in nicht fertig gebauten Häusern leben kann ist mir ein Rätsel ...

Das Gebälk in der Kirche bestand aus Kaktusholz und war schon deshalb völlig ungewöhnlich.

Die Menschen hier in diesem Ort (Gebirgsflussoase) betreiben Terrassenfeldbau - man sah Mais, Weizen, Süßkartoffeln und auch einige Sonnenblumen, die hier angebaut wurden.